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11.09.2006

Zocken uns die Distributoren ab?

Karl-Erich Weber, Jahrgang 1959, ist Kaufmann, Autor, freier Journalist und Redakteur. Hauptberuflich seit 1991 mit ITK und Unterhaltungselektronik befasst, schreibt er seit 1998 für unsere Redaktion. Seine ITK-Lieblingsthemen sind die News, Analysen und Projektionen aus Wirtschaft, Markt und Fachhandel sowie die Hersteller mit ihren Produkten. Zudem bloggt, kritisiert und kommentiert er leidenschaftlich Medien und Politik. 

Wie wichtig ein regelmäßiger Preisvergleich unter den Lieferanten ist, hat sich bei uns einmal mehr gezeigt. Seit über zehn Jahren bezieht meine Firma hauptsächlich über die zwei größten Distis das Warensortiment. Treue kann hierbei ein teurer Fehler sein, denn der Großhandel bietet zum Teil eklatante Preisvorteile. Insbesondere in Bereichen wie Druckerzubehör, Digitalkameras oder Kommunikationsgeräte sind Ingram, Tech Data und Co. bei weitem nicht konkurrenzfähig.

Beispielsweise sind Brother-Faxgeräte bei einem CE-Großhändler um 10 bis 15 Prozent günstiger zu erstehen. Gleiches gilt für Epson-Tinte oder Digitalkameras von Panasonic. Die Liste lässt sich nahezu beliebig auf Waren erweitern, die es vor allem beim Fachhandel zu kaufen gibt.

Offensichtlich stehen je nach Kundennummer verschiedene Preise in den Bestellsystemen. Kundentreue oder eine gute Zahlungsmoral sind bei den großen Verteilern nicht relevant. Oder ist schon mal einer für zehnjährige Partnerschaft mit einem besonderen Angebot belohnt worden?

Die zumeist höheren Versandkosten und der schlechtere Service machen den Einkauf beim Distributor sicher nicht attraktiver. Auch das latente Gerücht, dass der Fachhandel die komfortablen Lieferbedingungen für die Kistenschiebermärkte finanziert, will einfach nicht verstummen. Zahlungsziele von drei Monaten und mehr sind da im Gespräch, Verrechnung von Reklamationen mit gelieferter Ware, keine Rücksendekosten für Überhänge und so weiter.

Eigentlich gibt es für solche Märkte überhaupt kein Risiko mehr. Da lässt sich leicht der Laden mit Ware vollstopfen nach dem Motto: Was nicht läuft, wird einfach zurückgeschickt. Und warum kauft der Fachhandel überhaupt noch bei Distributoren ein? Ist es Gewohnheit, das Warensortiment, die bequemen Bestellsysteme oder die Sicherheit, nur A-Ware zu bekommen? Vielleicht ein wenig von allem, aber gedankt wird es uns bisher nicht!

Mein Fazit: Eigentlich sollten wir Fachhändler es am besten wissen, dass groß nicht gleich günstig ist, oder?

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ComputerPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.