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21.10.1994

Zu den Nutzniessern gehoert EDS Digital macht jetzt gemeinsame Sache mit der Object Design Inc.

MUENCHEN (qua) - Die Digital Equipment Corp., Maynard, und die Object Design Inc. (ODI), Burlington, haben eine Marketing- und Entwicklungspartnerschaft beschlossen. Wie die deutsche ODI- Niederlassung in Wiesbaden mitteilt, wird das Software-Unternehmen sein objektorientiertes Datenbanksystem "Objectstore" auf OSF/1 und Open VMS portieren. Auf Interesse stoesst dieses Abkommen bei EDS. Die General-Motors-Tochter nutzt Objectstore auf Alpha- Rechnern als Basis fuer ein PCTE-konformes Repository.

Nachdem Digital Equipment kuerzlich sein relationales Datenbank- Management-System RDB an Oracle verkauft hat, ueberdenkt der angeschlagene DV-Riese das Thema Datenbanken neu. Mit "Objectivity/DB" vertreibt er bereits ein objektorientiertes System, das von der Objectivity Inc. entwickelt wurde. Objectstore soll das Digital-Angebot in diesem Marktsektor abrunden.

Weiterentwicklung von Object/DB eingestellt

Zugunsten des ODI-Produkts hat der Computerhersteller das Engagement fuer Objectivity/DB deutlich verringert. Nachdem er 1990 die Source-Code-Rechte an dem Objectivity-Produkt erworben hatte, portierte er das Datenbanksystem sukzessive auf die eigenen Plattformen, um es unter der Bezeichnung "Object/DB" als Digital- Produkt zu vermarkten. Die Weiterentwicklung dieser Software- Ausfuehrungen wurde jetzt eingestellt.

Wie das Objectivity-Produkt, so laeuft auch Objectstore bereits unter VMS fuer VAX-Rechner. Doch waehrend Object/DB auch unter OSF/1 und Open VMS zu haben ist, muessen sich die Interessenten der entsprechenden Objectstore-Varianten noch eine Weile gedulden. Bis zum Ende dieses Jahres sollen die beiden Produktausfuehrungen jedoch zur Auslieferung bereitstehen.

Implementierung der PCTE-Spezifikationen

Solange wollte EDS offenbar nicht warten. Der im texanischen Dallas beheimatete Software- und Service-Anbieter hat bereits begonnen, auf der Basis des 64-Bit-Betriebssystems OSF/1 fuer Alpha-Rechner sowie einer bislang nicht generell freigegebenen Ausfuehrung des ODI-Produkts eine Integrationsplattform fuer Entwicklungswerkzeuge aufzubauen. Noch in diesem Jahr, so verspricht der Anbieter, wird "Portos" unter OSF/1, Open VMS und Solaris lieferbar sein.

Nach Angaben von Jonathan Tinkler, Software-Engineering-Manager in der britischen EDS-Niederlassung, handelt es sich bei Portos um eine Implementierung der Portable Common Tools Environment (PCTE). Mit dieser Spezifikation hat die European Computer Manufacturers Association (ECMA) einen Vorschlag fuer ein plattformunabhaengiges Standard-Repository erarbeitet, der auch von der International Standards Organisation (ISO) abgesegnet wurde.

Indem sie ihr Produkt auf der Grundlage von Objectstore und mit Hilfe der Programmiersprache C++ entwickelt, sichert sich die DV- Tochter des Automobilherstellers General Motors eine Option auf die - objektorientierte - Zukunft. Zudem hat sich, so Tinkler, innerhalb der Object Management Group (OMG) bereits eine Special Interest Group (SIG) fuer den PCTE-Standard gebildet.

Eines der Anliegen dieser SIG sei es, die ECMA-Spezifikation dahingehend zu erweitern, dass sie sich auf sehr kleine Software- Objekte anwenden lasse. Auch Portos unterstuetze derzeit noch keine allzu feine Granularitaet. Gegenueber Konkurrenzprodukten wie "Softbench" von Hewlett-Packard zeichne es sich jedoch dadurch aus, dass es eine bessere Integration von Daten und Kontrollmechanismen biete.