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12.12.1986 - 

Faselec gewinnt Matsushita als Lizenznehmer:

Züricher Chips gehen nach Japan

ZÜRICH (CW) - Zum ersten Mal konnte schweizerische Chip-Technologie nach Japan ausgeführt werden. Der Züricher Chip-Hersteller Faselec gewann unlängst die japanische Matsushita Electronic Corporation (MEC) als Lizenznehmer für seinen Mikro-Controller 84C sowie die dazugehörige Produktionstechnik.

Faselec ist ein Unternehmen der zu 35 Prozent an MEC beteiligten holländischen Philips-Gruppe und hat den Controller aufbauend auf einer niederländischen Erfindung entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen integrierten Schaltungen werden die Leiterbahnen dieses Chips mit einer sehr dünnen Oxidschicht isoliert. Somit können auf derselben Fläche rund zweimal so viele Schaltungen aufgebracht werden.

Die Lizenz- und Verkaufserlöse wandern direkt nach Holland. Trotzdem profitiert auch die Faselec von diesem Abkommen: Dieses Jahr tragen die 1,5 Millionen Züricher PCF84C-Mikro-Controller laut Direktor Heinz Rüegg rund 12 Millionen Fragen zu dem 100-Millionen-IC-Einsatz von Faselec bei. In vier Jahren soll das PCF84C-Produkt allein mit 25 Millionen verkauften Chips 100 Millionen Franken umsetzen.

Dabei, so Rüegg weiter, werde Faselec mit 500 Silizium-Wafern pro Tag die Grenzen der Produktionskapazität bald erreicht haben. Die fortschreitende Miniaturisierung erlaube zwar noch eine Produktionssteigerung, längerfristig müßten jedoch Kapazitätserweiterungen oder eine Produktionsverlagerung in Betracht gezogen werden. Der Übergang von der Drei-Mikron- auf die Zwei- oder Ein-Mikron-Technologie läßt sich nur mit großen Produktionsanlagen kostengünstig bewerkstelligen, zu deren Errichtung entsprechende Umsätze realisiert werden müssen. Da der andere Schweizer Chip-Produzent, die SMH-Tochter EM in Marin, mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat, erwägen die beiden Unternehmen zur Zeit die Möglichkeiten einer gemeinsamen Schweizer Produktionsstätte für Halbleiter.