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16.10.2012 - 

Karrierestart

Zuerst Entwickler, dann Tester

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Compuware-Personalchef Klaus Dufner hält nicht viel davon, als Softwaretester ins Berufsleben einzusteigen.

Ein Nachwuchsinformatiker ist verunsichert über seinen geplanten Berufsstart als Tester und bittet im CW-Online-Forum um Rat: "Ich interessiere mich für den Testing-Bereich. Viele meiner Kommilitonen (Informatikstudium an der FH) wollen aber eher als Softwareentwickler beginnen. Welche Entwicklungsperspektiven haben Softwaretester im Vergleich zu Entwicklern? Ist Testing karrieretechnisch eine Sackgasse? Gibt es große Unterschiede in den Einstiegsgehältern?"

Klaus Dufner, Compuware: "bei Gehaltsverhandlungen sollte man sich eine Untergrenze setzen."
Klaus Dufner, Compuware: "bei Gehaltsverhandlungen sollte man sich eine Untergrenze setzen."

Compuware-Personalchef Klaus Dufner meint: "Grundsätzlich sehe ich es als sinnvoller an, als Entwickler zu beginnen. Hier wird die Basis gelegt, um dann später eventuell in den Testing-Bereich umzusteigen. Unsere Erfahrung zeigt, dass ein Wechsel aus der Entwicklung häufiger ist und mehr Erfolg verspricht. Ein Wechsel aus der Entwicklung ins Testing erlaubt dem Programmierer einen Seitenschritt, der ihm auch eine andere berufliche Richtung ermöglicht. Dieser Wechsel kann das Ergebnis einer persönlichen Einschätzung eigener Fähigkeiten und Wünsche beziehungsweise die Antwort auf die Frage sein, wo die fachlichen und persönlichen Fähigkeiten sowie Neigungen vor allem liegen.

Das Gehalt wird erst später wichtig

Testing würde ich nicht als Sackgasse bezeichnen, es ist eine andere Form des Berufseinstiegs, und bei einer engagierten Arbeitsweise öffnen sich neue Perspektiven. Der Tester muss die Augen offen und den Blick für Unternehmensentwicklungen geschärft halten.

Gehaltlich lässt sich kaum differenzieren, denn die eigentliche finanzielle Entwicklung erfolgt nach dem Einstieg in regelmäßigen Abständen - vorausgesetzt, es handelt sich um ein gut geführtes Unternehmen, das regelmäßig die Gehälter auf der Basis von Leistung und Unternehmens- und Projektbeitrag überprüft und ein gutes Beurteilungssystem hat. Dann ist auch für einen begabten Tester die Basis für einen erfolgreichen Werdegang gelegt.

Deshalb ist anzuraten, sich im Vorfeld gründlich über den künftigen Arbeitgeber zu informieren. Die Frage nach den Bezügen ist erst später wichtig. Zunächst sind die Fragen nach dem Was und Wo und dann nach dem Wie viel zu klären. Natürlich sollte man sich eine Gehaltsuntergrenze setzen und auch mal Nein sagen, wenn das Gehalt nicht stimmt."

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