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30.04.1976 - 

Offener Brief der IG-EDV

Zuerst wird an Bildung gespart

NIDDERAU - "Es ist unwürdig für uns, hinter anderen Ländern wie Hamburg und Niedersachsen herzuhinken", heißt es in einem offenen Brief, den der Bildungsbeauftragte der Interessengemeinschaft der Computeure IG-EDV), Horst Schüler, an den hessischen Kultusminister richtete. Er schreibt: "Der schnellebigste Zweig in der heutigen Wirtschaft ist die elektronische Datenverarbeitung (EDV). Die Arbeitnehmer dieser Branche müssen sich ständig weiterbilden, um ihren Arbeitsplatz überhaupt halten zu können. Nun liegt die Weiterbildung nicht nur im Interesse des Arbeitnehmers sondern auch der Arbeitgebers. Sou(???) die Konjunktur, aber nicht mehr die gewohnten Gewinne abwirft, wird zu allererst an den Ausgaben für Weiterbildung gespart. Damit werden die Arbeitnehmer in der EDV gezwungen, viel Freizeit aufzuwenden, um beruflich "fit" zu bleiben.

Das widerspricht dem Gleichheitsprinzip, das im Grundgesetz verankert ist. Wir fordern Sie, Herr Minister, daher dringend auf, für die Computeure einen Rechtsanspruch auf einen Bildungsurlaub zu schaffen. Es sollten mindestens drei Wochen im Jahr sein.

Wir müssen in Deutschland die Breitenarbeit für die Angestellten in der EDV wesentlich verstärken, wenn wir international konkurenzfähig werden wollen.

Jetzt wurde ausgerechnet an der staatlichen Förderung für den Bereich der Datenverarbeitung der Rotstift angesetzt. Wenn Sie, Herr Minister, uns nicht helfen, wenigstens unser "Know-how" auf den jeweils neuesten Stand zu bringen, wird es auf dem Sektor Datenverarbeitung bald nur noch amerikanische Fachleute geben."