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07.12.1984 - 

Info Retrieval System in "C" umgeschrieben:

Zugriff auch über Wortfragmente

HAMBURG (pi) - Jetzt bietet sich den Benutzern von kleinen und großen Rechnern, die unter dem Betriebssystem Unix laufen, auch in Deutschland die Möglichkeit, ihre Dokumentationsverwaltung für formatfreie Texte mit Hilfe einer speziellen Software durchzuführen. Das Softwarepaket BRS/Search der Bibliographic Retrieval Services wird vom SCS Systemhaus, einem Geschäftsbereich der SCS Technische Automation und Systeme GmbH, exklusiv für den deutschsprachigen Raum vertrieben.

Typische Anwendungen hierfür gibt es zum Beispiel in Informations- und Dokumentationsstellen beliebiger Branchen, Bibliotheken, Verlagen, Redaktionen oder im Zusammenhang mit Personalinformationssystemen, also an allen Stellen, an denen in einer natürlichen Sprache bestimmte Schriftstücke oder Dokumente aus einer sehr großen Anzahl elektronisch gespeicherter Texte gesucht werden sollen.

Dabei können die Suchwörter (Deskriptoren) mit Boolschen Operatoren, Abstandsangaben sowie numerischen Relationen verknüpft werden. Um ganze Begriffsstrukturen zu erfassen kann auch nach Wortfragmenten (Truncation, Root) gesucht werden. Die Suche kann auch auf einzelne Abschnitte begrenzt werden.

Neu bei der BRS/Search Software ist, daß die in die Datenbank eingegebenen Texte nicht mehr manuell indexiert werden müssen, sondern daß fast jedes Wort im Text suchbar, das heißt selbst ein Deskriptor ist. Auf diese Weise entsteht eine assoziative Datenbank, in die der gesamte Brief- oder Telexverkehr, technische Dokumentationen oder ähnliches ohne zusätzlichen Aufwand (durch Indexierung) eingegeben und von vielerlei Stellen wieder abgefragt werden können.

Die Bibliographic Retrieval Services (BRS) hat ihr Informations Retrieval System, das bisher nur von IBM Mainframern eingesetzt werden

konnte, in "C" umgeschrieben, so daß es nun für den Unix-Markt zur Verfügung steht. Durch die mögliche Portabilität wird es heute bereits auf 27 verschiedenen Rechnern eingesetzt. Darunter sind VAX, PDP, Perkin-Elmer, NCR Tower, Zilog, Cadmus, Fortune, Olivetti, Plexus, Onyx, Pixel, Plessey, Hewlett-Packard und auch der IBM PC zu finden.

Der Softwarepreis richtet sich nach der verwendeten Hardware und der maximalen Anzahl der gleichzeitig im System arbeitenden Teilnehmer. Für Kleinsysteme auf Mikrobasis wie sie heute im Bürobereich eingesetzt werden, ist die Software bereits ab 23 000 Mark erhältlich.