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23.09.1994

Zukunft von DIS steht in den Sternen Metaphor will die Pforten schliessen - IBM uebernimmt

FRAMINGHAM (IDG) - Ein Pionier im Bereich Entscheidungs- unterstuetzender Tools fuer Client-Server-Umgebungen gibt auf: Die Metaphor Inc., seit Juli 1991 eine hundertprozentige Tochter der IBM, wird voraussichtlich bis zum Jahresende die Arbeit als eigenstaendiges Unternehmen beenden und die Geschaefte direkt in IBMs Haende legen.

Als Grund nennen Unternehmensvertreter die Umsatzvorgaben der Mutter fuer das Jahr 1995, die angeblich nicht zu erfuellen sind. Lediglich eine Kuerzung der aus 290 Mitarbeitern bestehenden Belegschaft um 40 Prozent haette eventuell ein Ueberleben ermoeglicht.

Fuer die Zukunft des Metaphor-Tools "Data Interpretation System" (DIS) sieht Chris Grejtak, seit Januar Metaphor-President, schwarz. IBM wolle zwar den Support der aktuellen OS/2-Version fortsetzen, zur weiteren Entwicklung der Software gebe es bislang jedoch noch keine endgueltige Entscheidung. Gerade fuer DIS- Grossanwender, rund 130 Firmen setzen das Tool ein, ist dies eine bittere Pille. Viele von ihnen setzten auf die lang versprochene TCP/IP-Unterstuetzung des Produkts, die nun weiterhin in den Sternen steht. Ein New Yorker Anwender mit 500 Angestellten steht der neuen Situation recht hilflos gegenueber. Ohne die Option auf einen TCP/IP-Link sei der gesamte DIS-Einsatz in der Marketing- Abteilung in Frage gestellt.

Auch Analysten koennen da keinen Mut machen. Howard Dresner von der Gartner Group prophezeit das Aus fuer DIS, zumal das Produkt in direkter Konkurrenz zu IBMs neuer Datenbank-Abfragesoftware "Visualizer" steht. Einen weiteren Grund sehen Vertreter von Dataquest in der mittlerweile lang anhaltenden Stagnation beim DIS-Absatz. Die einstmals erreichte Spitze von 45 Millionen Dollar Jahresumsatz konnte Metaphor nicht halten, der Schnitt soll sich inzwischen bei 30 Millionen Dollar eingependelt haben. Ursachen dafuer, so die Experten, liegen in dem gegenueber Konkurrenzprodukten etwa von Cognos oder Trinzic viel zu hohen Preis fuer DIS. Die Umstellung der urspruenglich proprietaeren Software auf andere Plattformen wie Windows kam zu spaet und konnte wegen Geldmangels nicht konsequent umgesetzt werden.