Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

18.01.2007

Zukunftsmusik: optische Chips

IBM gelingt die Integration der unverzichtbaren Zwischenspeicher.

Die überlegen schnelle und energieeffiziente optische Übermittlung von Daten im Prozessor hatte bisher einen Nachteil: Sie bot keine Möglichkeit, Daten in einen Puffer zu schreiben und dort zwischenzulagern. IBM-Forschern ist es jetzt gelungen, genau dieses zu erreichen.

Bislang wurde die gewünschte Verzögerung in der optischen Komunikation dadurch herbeigeführt, dass man die Daten durch Glasfaserkabel schickte. Dieses Verfahren eignet sich aber nicht für den Datentransfer innerhalb eines Prozessors, weil die heute am Markt verfügbaren "Verzögerungskanäle" zu groß für den Einbau in Prozessoren sind. Den IBM-Forschern ist es jetzt gelungen, dafür eine Vorrichtung zu bauen, die erheblich kleiner als ein Quadratmillimeter ist. Ein weiterer Vorteil des optischen Puffers ist die Tatsache, dass er mit herkömmlicher CMOS-Technik gefertigt werden kann, also kein neues teures Produktionsverfahren dafür entwickelt werden muss.

Laut IBM verfügt das Verzögerungsgerät über bis zu 100 kaskadierte Mikro-Resonanzkreise, die den optischen Wellenleiter zu einem Ring formen. Das Licht ist so gezwungen, im Kreis zu wandern und langsamer zu werden. Die Anordnung kann derzeit bis zu 10 Bits an optischer Information auf einer Fläche von 0,03 Quadaratmillimetern speichern. Diese Informationsdichte entspricht einem Zehntel der von Floppy-Disketten.

Den IBM-Forschern zufolge soll es möglich sein, Hunderte dieser Vorrichtungen in einen Chip zu packen. Heutige Prozessoren leiden darunter, dass die Daten innerhalb der Chips auf elektrischem Weg nicht schneller transportiert werden können. Optische Kommunikationskanäle könnten diesen Flaschenhals umschiffen. Damit ändert sich nach Angaben von T.C. Chen, IBMs Research Vice President of Science and Technology, auch das Augenmerk beim High-Performance-Computing: Statt wie bisher nach Verbesserungen der Rechenleistung zu forschen, suche man jetzt nach Möglichkeiten zur schnelleren Kommunikation. (kk)