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11.06.1982

\Zum "10jährigen" präsentiert Datagraphics neues System: Mit Trockenfilm in den COM-Umsatzregen

WIESBADEN (hh) - Das Online-COM-System "Aris" II für Trockensilberfilm stellt die Datagraphics GmbH aus Wiesbaden anläßlich des 10jährigen Bestehens ihrer deutschen Dependance vor. Mit dem neuen System löst sich das Unternehmen von der bisher propagierten Naßfilmtechnologie und erweitert die Produktpalette, um neuen COM-Anwendungen gerecht zu werden.

Bereits vor zehn Jahren, im Gründungsjahr der deutschen Datagraphics GmbH, stellte die amerikanische Muttergesellschaft aus San Diego einen ersten Laserstrahl-COM-Recorder mit Dry Silverfilm auf der NMA Convention vor.

Das jetzt vorgestellte System Aris II wurde von Datagraphics nach eigenen Angaben für den intelligenten Online-Betrieb konzipiert. Konfiguriert als ein 3211-IBM-Drucker, kann der Recorder an alle Großrechner der IBM ab dem Modell 360-25 aufwärts sowie steckerkompatible Geräte angeschlossen werden.

Die Durchsatzrate beträgt bis zu 12 000 Zeilen je Minute. Wahlweise verkleinert das System um den Faktor 24, 42 oder 48. Die Zeichendarstellung erfolgt mit einem Raster-Scan-Zeichengenerator, bei dem drei Standardzeichensätze mit 9x 12-, 7x9- oder 5x7-Punkt-Matrix einsetzbar sind.

Der Aris II ist mikroprozessorgesteuert. Routinearbeiten wie Datenformatierungen oder die Aufbereitung von Titelzeilen übernimmt ein Minicomputer mit 16-Bit-Architektur. Zwei Diskettenstationen mit je 577 KB stehen als Externspeicher zur Verfügung. Für den Offline-Betrieb bietet das Wiesbadener Unternehmen eine Magnetbandeinheit an.

Die ersten Geräte sollen in diesem Jahr ausgeliefert werden.

Über die Entwicklung des Geschäftes der Datagraphic Deutschland äußerte sich Geschäftsführer Dr. Konrad Otto zufrieden. Man habe einen Marktanteil von über 40 Prozent erreicht, resümiert Otto. Das Haupteinsatzgebiet der COM-Recorder des Hauses liege in Servicezentren. Bei rund 360 Anlagen in Deutschland betrage die Zahl der Anwender über 5000, wird aus einer Diebold-Studie zitiert. Der Umsatz entwickelte sich nach Ottos Worten konstant von zwei Millionen Mark 1972 auf 24 Millionen im vergangenen Jahr. Allerdings, so ließ der Geschäftsführer durchblicken, seien die Margen zurückgegangen, wenngleich noch zweistellig.

Vertreten ist das Unternehmen in Deutschland mit vier Geschäftsstellen und zwölf weiteren Stützpunkten in Deutschland. Über die Hälfte der Mitarbeiter seien im direkten Kundendienst tätig, erläuterte Otto.

Für die Zukunft erwartet der Wiesbadener Boß eine Verstärkung des Trends zu Online-COM-Einsätzen. Die jährliche Zuwachsrate des Gesamtmarktes schätzt er auf rund 50 Systeme.