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30.03.1990

Zum Abschied ein Willkommen

Mißtrauen - teils Ausgangspunkt für künstlerisches Schaffen, das sich dann doch mit Erfolg und Intensität die neuen Medien dienlich macht. Mißtrauen gegenüber der Elektronik, die traditionelle künstlerische Techniken im ersten Augenblick zu verdrängen scheint.

Doch nur im ersten Augenblick: Zu reizvoll ist die Aufgabe, nachzuvollziehen, zu verfremden, zu begreifen, Handwerk zu elektronisieren. Anna Solecka-Zach steht für diesen Weg der Anpassung traditioneller Instrumente an neue Technik.

Auch Sheriann Ki-Sun Burnham lebt die Symbiose Elektronik kontra Tradition wie andere Künstler auf der Artware '90 in Halle 4 Strich Zwo.

Das "Kontra" zweier Welten löst sich auf, sieht auch Kustos David Galloway. Er ist nach fünfmal Artware auf der CeBIT sicher, daß eine Kluft, die zwischen Technikern und Künstlern gähnt, Überbrückung findet. "Aus einer gemeinsamen Aufgabe heraus kann sich eine gemeinsame Sprache entwickeln, ein gegenseitiger Respekt und gemeinsame Entdeckungen", so Galloway. (An dieser Stelle sei - unüblich, aber ein Bedürfnis - den Sponsoren für diese Möglichkeit der Kommunikation gedankt. )

Die Artware, die in dieser Form Abschied feiert, indes war nicht nur Forum zum Austausch unter den "Aktiven" - oder doch? Denn eines war und ist auch dieses Mal erreichte Intention: die aktive Einbeziehung der Besucher, der Dialog der beiden Welten, somit auch hier Mit-tun und -leben. In diesem Sinne lebt die Artware weiter - als er- und gelebte Erfahrung in der Struktur des einzelnen. Und provoziert, was Technik und die Kunst letztlich verbindet: Neugier.

Sheriann Ki-Sun Burnham

Zufallsgenerierte Bilder werden vom Computer abfotografiert, zuweilen mit einer Mehrfachbelichtungstechnik. Kopien und Fotos werden dann ineinander collagiert und zu neuen Bildern geformt .

Anna Solecka-Zach

Die Künstlerin bedient sich der neuen Technik, der sie traditionelle Zeicheninstrumente anpaßt. Dadurch verselbständigen sich die Formen und erreichen eine neue Dimension.

Bill Bell

Zauber und Magie des unteilbaren Moments vermitteln die Kunstwerke des Amerikaners.

Seine patentierten Lichtstäbe fordern die Illusion und bleiben als Erinnerung.

Jeffrey Shaw

Dank digitaler Animation erhält der Betrachter die Möglichkeit, fiktive Räume tatsächlich zu "erleben". Das individuelle Empfinden bestimmt den Weg.