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21.07.1995

Zum Einstiegspreis von 78 000 Mark SGIs preiswerte Workstation zeigt 3D-Objekte in Echtzeit

MUENCHEN (wm) - Silicon Graphics (SGI) hat die neue Workstation- Reihe "Indigo-2 Impact" vorgestellt, die realistische 3D-Objekte in Echtzeit berechnen und darstellen kann. Derartige Moeglichkeiten bot bisher nur der SGI-Server "Onyx Reality Engine" zum Preis von weit ueber 100000 Mark. Das Einsteigermodell "Indigo-2 High Impact" ist dagegen schon ab rund 78000 Mark zu haben.

"Mit einer Indigo-2 Impact lassen sich zum ersten Mal mit einer Workstation von der Groesse eines PCs 3D-Objekte mit Textur am Bildschirm darstellen und bewegen. Selbst Lichtbrechung und -spiegelung lassen sich damit realitaetsnah wiedergeben", sagte Tom Jermoluk, Vice-President und COO von SGI. Zum Beispiel koenne ein Designer jetzt nicht nur das Drahtgittermodell eines Stuhles auf dem Bildschirm von allen Seiten betrachten, sondern den Stuhl mit verschiedenen Bezuegen und Materialien im hellen Tageslicht ansehen und sich fuer die beste Fassung entscheiden.

"Diese Moeglichkeiten haben Sie nur, wenn Sie das Grafiksystem auf Hoechstleistung bringen", so Jermoluk weiter. Rund 18 Millionen Transistoren auf zwei beziehungsweise drei Platinen steuern in den High- oder Maximum-Impact-Systemen den Bildschirm - zum Vergleich: Der Pentium-Prozessor besteht aus etwa drei Millionen Transistoren.

Im Vergleich zur Indigo-2 Extreme, SGIs bisher leistungsstaerkster Desktop-Workstation, bietet die Impact nach Herstellerangaben bei der Bildverarbeitung rund hundertmal mehr Leistung. Bei der Darstellung von Dreiecken mit Textur, die fuer fotorealistische Bilder noetig sind, kann die Maximum Impact sogar die Onyx Reality Engine um etwa zehn Prozent uebertreffen.

SGI hat mit mehreren Software-Unternehmen schon vor ueber einem Jahr begonnen, die Rechenleistung auch in den Applikationen nutzbar zu machen. Unterstuetzung fand SGI bei Firmen wie Alias/Wavefront, Biosym, Cadcentre, Deneb Robotics und Structural Dynamics Research.

In Deutschland werden die High-Impact-Workstations im September dieses Jahres ausgeliefert. Eine Maschine mit 200-Megahertz-R4400- Prozessor wird etwa 78 000 Mark kosten, mit der 250-Megahertz- Variante der R4400-CPU von Mips muessen rund 90000 Mark veranschlagt werden. Zur Grundausstattung gehoeren jeweils 64 MB Arbeitsspeicher, 1 MB Texturspeicher, 2 MB Cache, eine 2-GB- Festplatte und ein 19-Zoll-Monitor.

Die Maximum-Impact-Systeme koennen erst zwei Monate spaeter, also voraussichtlich im November 1995, geliefert werden. Bei gleicher Ausstattung wie bei den High-Impact-Modellen kostet ein Rechner mit einer 250-Megahertz-R4400-CPU um die 115000 Mark, fuer das Topmodell mit dem 75-Megahertz-R8000-Prozessor sind zirka 134000 Mark zu veranschlagen.

HPs J-Workstation: Eine Alternative zur Impact?

SGIs Impact-Workstations stehen in Konkurrenz zu den J-Modellen von Hewlett-Packard, die vor zwei Wochen vorgestellt wurden. HP liegt in puncto CPU-Leistung vorne: Der PA-RISC-Prozessor 7200 leistet bei einer Taktrate von 100 Megahertz 139,4 Specint92 und 222,5 Specfp92. SGIs R4400-CPU von der Mips Technologies Inc. bringt es bei einer Taktrate von 200 Megahertz auf 140 Specint92 und 131 Specfp92. Auch bei der Grafikleistung rangiert HPs staerkstes Subsystem "Visualize-48" in etwa gleichauf mit dem Impact-System von SGI: Beide koennen zum Beispiel pro Sekunde 3,2 Millionen X-Vektoren berechnen. Beim Preis macht HP auf den ersten Blick das guenstigere Angebot: Eine J200-Workstation ist schon fuer 67 000 Mark zu haben, doch im Vergleich zu SGIs Einstiegsmodell High Impact mit 200-Megahertz-R4400-CPU stattet HP das System nur mager aus: Die J200 kommt ab Werk mit 32 MB Arbeitsspeicher, einer 1-GB-Festplatte, einem Standard-Grafikadapter und einem 17-Zoll- Monitor.