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20.09.1985 - 

Ost und West kommunizieren aber Österreich:

Zunahme des weltweiten Datenverkehrs

WIEN (apa) - Auch in den kommenden Jahren wird mit einer Zunahme des internationalen Datenverkehrs zwischen Computern zu rechnen sein. In starkem Maße wird über die Vermittlung von Radio-Austria nun auch Osteuropa in den internationalen Computerdatenverkehr über Datexleitungen eingebunden.

Wie seitens Radio Austria mitgeteilt wurde, lauft der gesamte Datenverkehr zwischen Ungarn und den westlichen Ländern sowie ein Großteil der Datenkommunikation zwischen Ost und West über Österreich.

Insgesamt vermittelt Radio Austria derzeit rund 2000 Stunden pro Monat internationale Datenkommunikation an rund 500 Teilnehmer in Österreich. 1978, als der Datendienst aufgenommen wurde, waren es 10 Stunden monatlich.

Eine Ausweitung der Datenkommunikation mit dem Ostblock sei deshalb zu erwarten, weil in der Sowjetunion zahlreiche wissenschaftliche Datenbanken in der Vergangenheit aufgebaut wurden. Auch China sei sehr am internationalen Datenverkehr via Computer interessiert, ebenso die CSSR und Bulgarien.

Derzeit liegt der Schwerpunkt der internationalen Computerdatenkommunikation im Verkehr zwischen US-Datenbanken und österreichischen Interessenten, wobei in zunehmendem Maße auch Teilnehmer mit Home- und Personalcomputern ins Ausland "nachschauen" gehen. Die durchschnittliche Dauer einer Datex-Leitungsmiete liegt bei 15 bis 20 Minuten. Die reinen Kommunikationskosten belaufen sich auf rund 200 Schilling für 20 Minuten.

Hinzu kommen noch die Gebühren, die die Datenanbieter verlangen, so daß man im Durchschnitt für eine Kommunikation mit wissenschaftlichen Datenbanken in den USA rund 2000 Schilling bezahlen muß. Die Übertragungskapazität der derzeit verwendeten Leistung von 9600 Bit pro Sekunde wird in absehbarer Zeit auf 64 000 Bit und noch mehr erhöht werden. Damit wird Österreich den steigenden Anforderungen der internationalen Datenkommunikation gerecht werden.