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27.05.1994

Zur besseren Motivation der Mitarbeiter Integrationswoche erleichtert Einstieg in Unternehmensalltag

MUENCHEN (CW) - Ein einwoechiges Integrationsprogramm mit Informationen ueber das Unternehmen und ein Persoenlichkeitstraining gehoeren zum Einstieg bei der Software Union. Geschaeftsfuehrer Jost- Herbert Schneider, der selbst einen Teil des Trainings durchfuehrt, will damit die Voraussetzungen fuer eine motivierte Truppe schaffen.

Schneider ist ueberzeugt: Einem qualifizierten Mitarbeiter laesst sich von der fachlichen Seite her vieles vermitteln. Da sieht der Geschaeftsfuehrer der Software Union aus Troisdorf bei Bonn ueberhaupt kein Problem. Fuer ihn spielt die entscheidende Rolle, wie sich Mitarbeiter in ihr Unternehmen einfuegen, welche Verhaltensweisen sie im Umgang mit Kollegen, Lieferanten und Kunden an den Tag legen und wie wohl sie sich im Betrieb fuehlen.

Schneider hat sich deshalb das Thema Aus- und Weiterbildung ganz oben auf seine Agenda gesetzt. Er selbst laesst es sich nicht nehmen, bei den regelmaessig stattfindenden Integrationsseminaren fuer neue Mitarbeiter einen mehrtaegigen Part zu uebernehmen.

Im Mittelpunkt seiner Aktivitaeten steht dabei das Thema Persoenlichkeitsentwicklung. Dem Troisdorfer Geschaeftsfuehrer geht es in seinem Programm darum, "dem Mitarbeiter eine Moeglichkeit zu geben, etwas mehr ueber sich selbst zu erfahren, seine Wuensche an das Unternehmen zu formulieren und natuerlich auch etwas von der bestehenden Unternehmenskultur zu erleben".

Das von der Software Union eingesetzte Seminarinstrumentarium ermoegliche es dem Teilnehmer, nicht nur eine Selbsteinschaetzung vorzunehmen, sondern zugleich eine Einschaetzung der neuen Kollegen sowie auch der Geschaeftsleitung und der anderen Fuehrungskraefte, mit denen er kuenftig zusammenarbeitet. "Dabei liegt fuer uns der Schwerpunkt tatsaechlich auf dem Wort "schaetzen", betont Schneider. Es gehe in diesen Kursen zur Persoenlichkeitsentwicklung nicht darum, die neuen Mitarbeiter auf ein bestimmtes Idealbild hin zu "streamlinen".

Vielmehr sei gefordert, dass der Mitarbeiter sich seiner Individualitaet bewusst wird, bewusst bleibt und im Dialog mit seinen neuen Kollegen und der Geschaeftsfuehrung versucht, im Rahmen der Gesamtorganisation auch die fuer ihn moeglichen individuellen Freiraeume zu erkennen und zu nutzen.

Der Software-Manager weiss, dass fuer jeden Mitarbeiter geistige Beweglichkeit unabdingbar ist. Dies betreffe aber mehr den fachlichen Bereich. Bezueglich der Persoenlichkeitsentwicklung hingegen sei der Mensch sehr stark gepraegt und nur sehr schwer zu gravierenden Verhaltensaenderungen, wie sie manchmal in Seminaren vollmundig versprochen werden, zu bewegen. Eine zentrale Botschaft, die er den Neueingestellten auf den Weg gibt, lautet daher: "Bleibe, wie du bist."

Schneider will die neuen Mitarbeiter nicht verbiegen oder einseitig an seinen Bedarf anpassen. Er sucht den Individualisten, der Freude am Umgang und der Kommunikation, am taeglichen Dialog mit Kollegen und Kunden hat. Diese Freude koenne der neue Softwerker nur dann erleben, wenn er auch seine Persoenlichkeit, seine individuellen Ziele und sein ueber Jahrzehnte hinweg entwickeltes Verhalten gezielt einsetzen kann.

Der Erfolg gibt Schneider recht. Nicht nur die Integrationsseminare fuer die neuen Mitarbeiter, sondern auch die Folgeveranstaltungen sind immer gut besucht. In den spaeteren Seminaren erhalten die Beschaeftigten beispielsweise Know-how, um besser kommunizieren und ihre Gespraechspartner besser beraten zu koennen. Dazu kommen rhetorische und didaktische Hilfestellungen.