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20.05.1977

Zur Diskussion gestellt

Hier hat die CW ein Forum installiert, in dem regelmäßig aktuelle und spezielle Tagesfragen in unmittelbarer Kommunikation beantwortet werden sollen. Es geht um Themen, die der eine oder der andere EDV-Mann längst genial im Griff hat, die aber für andere Betroffene eine schier nicht zu knackende Nuß darstellen: Haben Sie eine Lösung? Haben Sie ein Problem? Schreiben Sie uns!

Fall 2: Programmierzeit

Gibt es Erfahrungswerte, nach denen die Termine für das Programmieren und das anschließende Testen gestaltet werden können? Mir scheint, die meisten Termine liegen nicht problemorientiert und sind damit so unrealistisch kurz, daß sie nie eingehalten werden können. Ich habe in Unkenntnis für einen Programmierauftrag einen Vier-Wochen-Termin akzeptiert, inzwischen hat das Programm 2300 (PL/1-) Statements: Notgedrungen wurde der Auftrag nach Ablauf der ersten vier Wochen um weiteren vier Wochen verlängert. Meinen Vorgesetzten konnte ich dabei nichts entgegenhalten, außer, wie es mir erschien, lahme Ausreden. Nun wurde in einem Seminar über strukturierte Programmierung von einer Tagesleistung von zirka 30 Statements gesprochen. Bei Fischbach und Wolf heißt es in "Normierte und Strukturierte Programmierung", daß "die durchschnittliche Tagesleistung eines durchschnittlichen Programmierers etwa drei bis fünf Befehlszeilen je Mann/Tag ausmacht". Ein Kollege, der die DGB-Schule absolvierte bestätigte mir diese Zahl. Ein anderer berichtete, an seinem früheren Arbeitsplatz wären 10 Statements pro Tag zugrunde gelegt worden, dieser Zeitplan sei jedoch nie eingehalten, sondern meist um 100 oder 200 Prozent überschritten worden. Konkret frage ich:

1. Wie groß ist die durchschnittliche Zahl an Statements je Mann/Tag?

2. Was gilt als Statement? Ich würde als Statements auch die Vereinbarungen (DECLARE's) zählen, nicht jedoch die Kommentare?

3. Was ist unter Tag (Arbeitstag) zu verstehen? Ich vermute, die arbeitsfreien Tage, wie Samstag, Sonntag, Feiertag, Urlaub, gehören nicht dazu.

4. Welche Arbeitsleistung kann durchschnittlich bei der Programmpflege erwartet werden?

5. Wie ist das Verhältnis zwischen gleichzeitiger Neuprogrammierung und Programmpflege, auf die Arbeitsleistung bezogen, zu bewerten? Gibt es Untersuchungen darüber?

Klaus Kappel, Triebweg 105, 7 Stuttgart 30