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07.02.2003 - 

IT in Versicherungen/Kommentar

Zurück in die Zukunft

Helga Biesel Redakteurin CW

Gute und - wie in jüngster Vergangenheit offenbar zu häufig - schlechte Risiken sind das traditionelle Geschäft der Versicherungen. Ein Übriges versuchten nach der Liberalisierung des europäischen Versicherungsmarktes die teilweise global ambitionierten Konzerne durch Fusionen und massiven Einsatz von Multichannel-Vertriebstechniken aus dem (Un-)Sicherheitsmarkt herauszuholen.

Angesteckt vom allgemeinen Hype, vergaloppierte sich die eine oder andere Gesellschaft und würde sich heute wieder gerne vom hochgejubelten "Allfinanz-Partner" distanzieren. Der ambitionierte gemeinsame Online-Auftritt mutierte häufig zur besseren Visitenkarte. Größere Vertragsabschlüsse kommen darüber kaum zustande.

Konsolidierung ist angesagt - auf der ganzen Linie: Vor allem das gesamte Online-Business - Business-to-Customer und Business-to-Business - muss sich einer nachhaltigen Revision unterziehen lassen. Vorgeprescht als technologische und organisatorische Avantgardisen, wurden viele Häuser zwar reicher an Know-how, sprich schlechten Erfahrungen, sonst aber nicht. Dabei sein war eben nicht alles, wie sich heute herausstellt.

Wer indes schon vor einigen Jahren in Data Warehousing investiert hatte, wer in Zeiten des Überflusses vorausschauend die Kundenprofile ins Visier nahm, der kann heute sehr wohl in Kombination mit Web-basierenden Systemen wieder online gehen - allerdings unter ganz anderen Voraussetzungen: Exakt auf die Bedürfnisse der verschiedenen Bereiche und Abteilungen abgestimmt, liefern Data Marts dem Vertrieb, ob online oder auch nicht, attraktive Ausgangsdaten. Hohe Streuverluste, wie sie für B-to-C-Plattformen typisch waren, werden seltener.

Strategische Partner sind nicht mehr wie zu Zeiten der Fusionitis lahmende Banken oder spezialisierte Wettbewerber, es sind die Kunden selbst. Wohl dem, der auf mächtige Kundendatenbestände zugreifen kann, grundsätzlich und technisch.