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29.05.1992

Zurückhaltung bleibt angebracht

Der Terminus Image Processing beinhaltete ursprünglich Bild- beziehungsweise die Ver- und Bearbeitung von Grafiken. Erst hochauflösende grafikfähige Terminals und die Entwicklung von Scannern ließen diese zunächst einmal sehr aufwendige Spielart der Informationsverarbeitung entstehen neben der klassischen Daten-, oder besser: Zeichenverarbeitung. Heute hat der Bereich Terrain dazugewonnen. Die Integration von allem und jedem sowohl in Host-orientierte als auch in dezentrale Systemumgebungen hat die Grenzen fließend werden lassen, so daß in die aktuelle Begriffsbestimmung Bildverarbeitung immer auch die Textverarbeitung und die Themen Datenbanken, Speichermedien, Drucker (Seite 40) und Scanner (Marktübersicht auf Seite 49 ff.) mit einzubeziehen sind. So ist es denn nicht verwunderlich, daß die als Wettbewerbs-Tool hochgejubelte "ganzheitliche Vorgangsbearbeitung" zur Marktlokomotive zu werden scheint, siehe nebenstehende Prognose. Doch bleibt Zurückhaltung angebracht. So komfortabel ein Service sein kann, hinter dem Technik und Methoden der Bildverarbeitung stehen, so geradezu gefährlich kann der Weg dahin sein.

In der den Imaging-Markt puschenden Branche Banken- und Versicherungen beispielsweise geht nämlich dieser Weg sinnvollerweise in der Regel über einen Vorstandsbeschluß, was sehr häufig Umstrukturierung der Geschäftsabläufe bedeutet. Hier sind dann Berater-Know-how (Seite 29), hohe Investitionsvolumina und ein Projekt-Management mit solidem juristischen Hintergrund (Seite 35) gefragt - jedes für sich keine triviale Angelegenheit.

Ein System, das State of the Art ist, noch nahe am Forschungsbereich, aber dennoch in der Anwendung, stellt die Fraunhofer-Gesellschaft vor (Seite 31). Highlights sind die offene System- und Bildverarbeitungsarchitektur, eine objektorientierte Bilddatenbank sowie De-facto-Standards bei den Datenstrukturen und Austauschformaten. bi