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30.05.1980 - 

Konsequente "Humanisierung des Arbeitslebens":

Zusammenstoß der Interessen

FRANKFURT/BONN (gr) - Den Einsatz der neuen Informationstechnologien werten die IG Metall und die Verbände der Hersteller von DV-Geräten naturgemäß unterschiedlich. Einig sind sich beide Interessenvertretungen aber in der Warnung vor den Folgen der Technologie. Nur unterscheidet sich das Objekt der Furcht.

Bei einer ablehnenden Haltung gegenüber neuen Informationstechniken befürchten der Zentralverband der Elektronischen Industrie (ZVEI) und der Verband Deutscher Maschinenbau-Anstalten (VDMA) ernstzunehmende Konsequenzen für die Volkswirtschaft. Auf einer erstmals gemeinsam durchgeführten Veranstaltung des Fachverbandes Datenverarbeitung im ZVEI und der Fachgemeinschaft Büro- und Informationstechnik im VDMA erklärten die beiden Vorstandsvorsitzenden, Dr. Hans Joachim Bohn und Dietrich E. Seedorf, die Erhaltung der nationalen wie internationalen Wettbewerbsfähigkeit der im DV-Bereich tätigen Unternehmen als vorrangiges Ziel aller wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Aktivitäten.

Der Schwerpunkt der IG Metall jedoch liegt auf den Konsequenzen der Technik, die der einzelne Arbeitnehmer zu tragen hat. Im Rahmen seiner Kritik an dem Forschungsprogramm der Bundesregierung "Humanisierung des Arbeitslebens" hob Karl-Heinz Janzen, Vorstandsmitglied der IG Metall, die technologischen und organisatorischen Veränderungen in Betrieben und der Verwaltung hervor. Aufgabe der Gewerkschaften sei es, für einen verstärkten Schutz der Arbeitnehmer gegenüber den negativen Folgen der Rationalisierung einzutreten.