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19.07.1985 - 

Neue Serie von technisch-wissenschaftlichen Arbeitsplatzcomputern:

Zuwachs bei 9000-Familie von Hewlett-Packard

MÜNCHEN (bk) - Die Serie 300, ein neues Mitglied in ihrer Produktfamilie 9000, hat Hewlett-Packard jetzt weltweit eingeführt. Bisher beinhaltete die Familie die Serien 200 und 500 sowie den integralen Mikro.

Mit dem neuen Arbeitsplatzcomputer HP 9000 Serie 300 will Hewlett Packard sein Angebot im Markt der Mikro- und Minicomputer für technisch-wissenschaftliche Anwendungen verstärken. Konzipiert wurden die Systeme in erster Linie für die Bereiche der Entwicklung, Konstruktion und Design sowie für die Meßgerätesteuerung in der automatisierten Meßtechnik. Als wesentlichen Zielmarkt für die Serie 300 strebt HP OEMs, Systemhäuser und Software-Anbieter an, die Systeme und Programme für technisch-wissenschaftliche Anwendungen entwickeln.

Deckte bislang die Serie 200 die Preis/Leistungs-Klasse von 15 000

bis 60 000 Mark ab, so soll die neue Serie zwar im gleichen Bereich positioniert werden, doch dem Anwender mit ihrer Konzeption mehr Einsatzmöglichkeiten bieten. Wie Brigitte Almaschi, Marketing-Leiterin der Böblinger Computer System Division, betonte, bedeute diese Marktplazierung jedoch nicht das "Aus" für die Serie 200. Sie bleibe weiterhin im HP-Angebot.

Bei der Vorstellung der Serie 300 unterstrich Manfred Willem, Leiter Marketing- und Verkaufsförderung für Arbeitsplatzcomputer, Deutschland, die Modularität. Verfügbar seien zum Beispiel zwei verschiedene Zentral-Prozessoren von Motorola. Dabei sind Systeme der unteren bis mittleren Leistungsklasse mit dem 10-Megahertz-Prozessor 68010 ausrüstbar, während für anspruchsvollere Anwendungen der 16,6-Megahertz-Prozessor 68020 zur Verfügung steht. Lieferprobleme mit dem 68020 bestünden nicht, der Prozessor sei in Stückzahlen vorhanden.

Bei den Bildschirmen kann der Anwender laut Willem unter vier "bitmapped " Monitoren mit mittlerer und hoher Auflösung sowie Monochrom- und Farbdarstellung wählen. Die beiden 12-Zoll-Bildschirme (Schwarzweiß oder Farbe) mit mittlerer Auflösung, die für den Einsatz in den Grundsystemen gedacht sind, verfügen über eine Auflösung von 512 x 400 Pixels. Besonders geeignet für technisch-wissenschaftliche Anwendungen seien dagegen der 17-Zoll-Schwarzweiß- sowie der 19-Zoll-Farb-Monitor, deren Auflösung 1024 x 768 Pixels betrage.

Softwarebestand kann genutzt werden

Als weiteres Modularitätskriterium führte Willem die Auswahl an Anwendungsprogrammen auf. Danach sollen die meisten für die Serie 200 entwickelten Programme auch auf den Modellen der neuen Serie 300 laufen, wie zum Beispiel Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbank- und Projektverwaltung. Darüber hinaus seien ein integriertes Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations- sowie Datenbank-Softwarepaket und spezielle Programme für Elektrotechnik und Maschinenbau lieferbar.

An Programmiersprachen beziehungsweise Betriebssystemen stehen der Serie 300 Basic 4.0 und Pascal 3.1 zur Verfügung. Erhältlich, so Willem, ist auch das Betriebssystem HP-UX, die Unix-Version von Hewlett-Packard.

Im Peripheriebereich sind nach Aussage des Marketingleiters diverse Eingabe-Geräte, unter anderem Grafiktablett und Maus, sowie verschiedene Massenspeicher-Subsysteme, Drucker und Plotter verfügbar. Über ein lokales Netzwerk (LAN) sei der Verbund mit den Serien 200 und 500, aber auch mit Systemen der HP 3000-Familie möglich.

Die Netzwerk-Software der Serie 300 (unter dem Betriebssystem HP-UX) erlaubt laut Willem mit dem Modul "Network File Transfer" die Übertragung von Dateien zwischen HP-9000-Systemen. Mit "Remote File Access" könne auf Dateien und Inhaltsverzeichnisse in entfernten HP-9000-Rechnern zugegriffen werden. Darüber hinaus soll Benutzern, die ihre eigenen Netzwerkprotokolle für die Datenübertragung zwischen Systemen verschiedener Hersteller schreiben möchten, das Modul "Link Level Access" zur Verfügung stehen.

Die Preise dagegen sprechen nicht unbedingt für sich. Sie reichen von etwa 15 000 Mark aufwärts bis hin zu rund 84 000 Mark, wobei allerdings bis auf eine Ausnahme Betriebssystem und Massenspeicher nicht im Preis enthalten sind.