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10.11.2006

Zuwachs bei Actebis

Die Kundenzahl bei Actebis Peacock steigt stetig. Neben den Anpassungen der Prozesse muss sich der Broadliner mit einem weiteren Thema beschäftigen, das nicht nur ihn betrifft: die kommende Mehrwertsteuererhöhung.

Von Beate Wöhe

Mehr Kunden bedeuten für einen Distributor nicht nur mehr Umsatz, sondern ab einer gewissen Grenze auch mehr benötigte Ressourcen auf allen Ebenen. "Wir haben die Anzahl unserer kaufenden Kunden von Januar 2006 bis heute um 5.500 erhöht", sagt Bärbel Schmidt, Geschäftsführerin bei Actebis Peacock. Als kaufende Kunden bezeichnet der Distributor alle Händler, die im Jahr mindestens einmal pro Monat eine Bestellung aufgeben. Bei den neuen und teilweise reaktivierten Resellern handle es sich überwiegend um SMB-Kunden.

Mit zu verdanken hat der Broadliner diesen Zuwachs der vor etwa einem Jahr ins Leben gerufenen sogenannten "Hunting Truppe". Ein aus 20 Mitarbeitern bestehendes Team ist damit beschäftigt, sowohl neue als auch verlorene Kunden zu akquirieren. "Das sind die Mitarbeiter, die morgens in der Firma zum Frühstück eine Tasse Stierblut trinken", scherzt Bärbel Schmidt.

Nicht nur die Kundenzahl, sondern auch die Bestellungen sind in den vergangenen Jahren nach oben gegangen. Von 2003 bis 2006 habe sich laut Schmidt die Anzahl der Order von 125.000 auf 350.000 Positionen pro Monat erhöht. Das hört sich eigentlich nicht schlecht an, wenn der Branche nicht permanent der Preisverfall im Nacken sitzen würde. Der durchschnittliche Auftragswert pro Bestellung, die bei Actebis Peacock eingingen, hat sich in den vergangenen drei Jahren um die Hälfte reduziert. "Waren es 2003 noch 800 Euro, liegt der Wert heute bei 400", sagt Schmidt.

Darum heißt eine der Aufgaben für 2006, die auf einem Plakat im Besprechungszimmer des Managements aufgeführt sind, Prozessoptimierung. "Daran haben wir in diesem Jahr gearbeitet", bestätigt die Actebis-Geschäftsführerin. Ein permanentes Feintunen der Arbeitsschritte ist keine Garantie für schwarze Zahlen, sondern für die Broadliner eher überlebenswichtig. "Grundsätzlich glaube ich nicht, dass die Umsatzrendite der Distributoren steigt. Actebis Peacock ist zufrieden, und ich glaube nicht, dass viele Distributoren derzeit im Plus liegen."

Service wann und wie berechnen?

Neben der ständigen Verbesserung der Prozesse sind sämtliche Abteilungen des Broadliners seit drei Monaten mit einem aktuellen Thema beschäftigt: Die Änderung der Mehrwertsteuer ab dem 1.1.2007. Ein Dilemma, das sich hierbei von den Herstellern bis zum Händler und seinen Kunden durchzieht, ist die Berechnung von Serviceverträgen. Schließt ein Kunde noch 2006 beispielsweise ein HP-Carepack über drei Jahre ab, wird dieses Geschäft bereits heute mit einem Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent abgeschlossen, da der Vertrag nach dem 1. Januar 2007 endet. Actebis Peacock sammelt schon seit Wochen Informationen von Herstellern und den zuständigen Finanzbehörden, wie die verschiedenen Verträge zu handhaben sind. Eine allgemeine Information darüber, welche Auswirkung die Mehrwertsteuererhöhung auf einzelne Geschäftsabläufe der IT-Reseller haben wird, soll zeitnah per Post an alle Kunden gehen.