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27.06.2003 - 

Desknote-PCs sollen weniger Strom verbrauchen

Zuwachs für mobile Pentiums

MÜNCHEN (CW) - Intel erweitert seine Gruppe stromsparender Pentium-Prozessoren um einen neuen "Mobile Pentium 4".

Den neuen Mobile Pentium 4 gibt es in vier Varianten, die im Netzbetrieb mit den Taktfrequenzen 3,06, 2,8, 2,66 beziehungsweise 2,4 Gigahertz arbeiten. Im Akkubetrieb laufen sie mit 1,6 Gigahertz. Die Prozessoren verfügen über 512 KB Level-2-Cache. Über das zugehörige Intel-Chipset 852GME kann die CPU maximal 2 GB RAM adressieren, wobei der Systembus mit 533 Megahertz getaktet ist.

Alle Varianten des Chips verfügen über Intels "Speedstep"-Technik, die Teile des Prozessors ab- oder in eine niedrigere Taktfrequenz schaltet, um Strom zu sparen. Damit geht die neue CPU nicht gerade genügsam um: Ihre maximale Leistungsaufnahme ist 70 Watt, während Intels bisheriger Spitzenprozessor dieser Klasse, der Pentium 4-M höchstens auf 45 Watt kam. Die durchschnittliche Leistungsaufnahme ist jedoch mit 4,5 Watt deutlich niedriger.

Die Taktgeschwindigkeit des Pentium 4-M hat Intel noch einmal auf 2,6 Gigahertz erhöht. Damit dürfte diese CPU allerdings das Ende der Fahnenstange erreicht haben; denn der Hersteller will ihre Produktion zum Ende dieses Jahres auslaufen lassen. Intel hätte dann in der Klasse der stromsparenden Pentiums neben dem neuen Mobile Pentium 4 nur noch den leistungsschwächeren Pentium M, der zum Centrino-Paket gehört, im Angebot.

Der neue Mobile Pentium 4 wird trotz höherer Leistung deutlich billiger als sein Vorgänger. Dessen neueste und schnellste Variante kostet 565 Dollar im 1000er Paket. Der auf 3,06 Megahertz getaktete Mobile Pentium 4 hingegen ist in der gleichen Menge für 417 Dollar zu haben. Seine 2,4-Gigahertz-Variante gibt es für 186 Dollar.

Für gehobene Ansprüche

Der Pentium M soll das Notebook-Segment abdecken. Der Mobile Pentium 4 hingegen bietet sich nach Intel-Angaben vor allem für größere Laptops an, die eher als Desktops genutzt werden (weshalb sie auch "Desknotes" genannt werden). Bisher hatten die Hersteller solche Geräte mit mehr als 3,5 Kilogramm Gewicht, die für Highend-PC-Anwendungen genutzt werden, mit der normalen Pentium-4-CPU ausgerüstet. Die allerdings sondert zu viel Hitze ab. Toshiba bekam im letzten Jahr Ärger mit Anwendern, weil Laptops mit diesem heißen Prozessor nicht die angegebene Taktgeschwindigkeit erreichen konnten.

Als erster Hersteller bietet Dell einen Desknote mit dem Mobile Pentium 4 an. Der "Inspiron 5150" verwendet die 3,06 Gigahertz schnelle CPU-Variante, hat 256 MB RAM, eine 30-GB-Festplatte, ein 15-Zoll Display und ein DVD-Laufwerk. Der Laptop kostet 1549 Dollar. (ls)

Intels Sipp-Garantie

Die Meta Group schätzt, dass große Unternehmen mit mehreren Computerkonfigurationen bis zu 15 Prozent der IT-Support- und Management-Kosten durch die Standardisierung ihrer Infrastruktur auf einer einheitlichen PC-Plattform sparen können. Hier kann nun Intels "Stable Image Platform Program" (Sipp) greifen. Es soll dazu beitragen, das Testen, die Einführung und die Verwaltung von PC-Infrastrukturen zu vereinfachen. Das Programm umfasst die Chipsätze von Intels Centrino-Mobiltechnik sowie der Pentium-4-Prozessoren mit Hyper-Threading. Es beinhaltet eine mindestens zwölf Monate dauernde Zusicherung, dass kleinere technologische Veränderungen kompatibel zu zuvor getesteten PC-Plattformkonfigurationen sind. Dadurch sparen sich Unternehmen die Kosten und Zeit, bei Modifikationen von Chipsätzen, die Software und Hardware erneut auf Kompatibilität testen zu müssen.

Eines der Hauptelemente von Sipp ist die zeitliche Abstimmung bei der Einführung neuer Techniken seitens Intel. Sie ermöglicht Anwendern eine genauere Planung im Einsatz neuer PCs. Im Bereich der Desktops stimmte Intel die System-Treibersoftware einschließlich des Treibers für die integrierte Grafik und der LAN-Technik auf die Einführung des 865G-Chipsatzes ab, der am 21. Mai vorgestellt wurde. Seit dem 12. März 2003 hält Intel die Systemtreiber von Centrino stabil. (ue)