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16.08.1985 - 

DV Branche maßgeblich am Umsatz beteiligt

ZVEI: Erfreulicher Zuwachs in Bayern

MÜNCHEN (CW) - Erstmals wieder erfreuliche Zuwachsraten kann die bayerische Elektroindustrie nach einem eineinhalbjährigen konjunkturellen Erholungsprozeß aufweisen: Die Umsätze stiegen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 15 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (1984: ein Plus von sieben Prozent).

Auch das Inlandsgeschäft habe sich, erklärte Albert Geyer, Vorsitzender der ZVEI-Landesstelle Bayern, vor Journalisten in München, mit einem Anstieg um 13 Prozent erstmals wieder verbessert.

Damit könne die Branche zum Jahresende die Umsatzschwelle von 40 Milliarden Mark überschreiten. Auch die Produktion verlief bisher zufriedenstellend: Bis Mai 1985 konnte ein Fertigungsplus von 14 Prozent erwirtschaftet werden.

Der Zuwachs der Auftragseingänge bewegte sich in den ersten fünf Monaten bei acht Prozent. Im zweiten Halbjahr 1985, so rechnet man in den obersten Reihen des Fachverbandes, werde sich diese Tendenz trotz anhaltend hoher Auslandsaufträge stabilisieren.

Maßgeblich beteiligt am Aufschwung in der Elektrobranche sind die Bereiche Informations- und Kommunikationstechnik, die Meß-, Steuer-, und Regelungstechnik sowie die Schaltgeräte. Auf diesem Gebiet schnellten die Auftragseingänge aus dem In- und Ausland im ersten Halbjahr 1985 um 37 Prozent in die Höhe. Nach einem guten Geschäftsjahr 1984 ist jedoch die Nachfrage nach Bauelementen im Berichtszeitraum mit 15 Prozent rückläufig.

Zu den tragenden Elementen der Elektroindustrie zählen nach den Worten Geyers die Bereiche Datenverarbeitung, Nachrichtentechnik, Prozeßautomatisierung, Optoelektronik, Lasertechnik und mikroelektronische Bauelemente. Diese eröffneten für die kleinen und mittleren Unternehmen der Elektroindustrie in der Zukunft zahlreiche Betätigungsfelder.

Auf die Beschäftigungsprobleme der Branche ging Dr. Ernst Wrede, Vorstandsvorsitzender beim ZVEI, ein. Seiner Meinung nach sollen sich die mittelständischen Unternehmen um mehr Kontakte mit Universitäten und Fachhochschulen bemühen, um den Studenten bereits am Studienplatz eine praxisnahe Grundausbildung zu ermöglichen. Nur so könne langfristig das Spezialistenloch gestopft werden.