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16.02.1996 - 

Projektfoerderung mit Anwendungsbezug gefordert

ZVEI fordert eine Wende in der deutschen Forschungspolitik

Am Beispiel der Patentanmeldungen verdeutlichte Hans Guenter Danielmeyer, Vorsitzender des ZVEI-Praesidialkreises Forschung und Entwicklung sowie Vorstandsmitglied der Siemens AG, dass es der staatlich gefoerderten Forschung an Innovationskraft fehle. Das "Handelsblatt" zitiert den Manager mit der Aussage, dass nur zwei Prozent aller Patente aus der vom Steuerzahler mit rund 29 Milliarden Mark finanzierten Forschung und Entwicklung stammten. Stolze 98 Prozent der Anmeldungen gingen auf das Konto der Industrie, die alljaehrlich Forschungsausgaben von rund 47 Milliarden Mark taetige.

Der ZVEI-Sprecher forderte die Politiker auf, einen funktionierenden Markt fuer Risikokapital zu schaffen. Dazu seien nicht nur steuerliche Anreize, sondern auch die UEberpruefung des bestehenden Boersen-, Anlegerschutz- und Haftungsrechtes noetig. Heute seien die steuerlichen Rahmenbedingungen fuer die Beteiligung an Containerschiffen guenstiger als bei der Finanzierung junger Technologieunternehmen.

Die Forschungsfoerderung sollte nach Ansicht des ZVEI auf sogenannte "Leitprojekte" konzentriert werden, die verschiedene Disziplinen und Anwendungen zusammenfassen. Sie sollen das gemeinsame Dach fuer Grundlagenforschung und Innvationsvorhaben der Wirtschaft bilden. Rund zehn Prozent der Ausgaben fuer Grundlagenforschung moechte Danielmeyer fuer diese Projekte verwenden. Sie sollen sich inhaltlich nach den Beduerfnissen der Gesellschaft und den sich daraus ergebenden Zukunftsmaerkten richten.