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29.11.1985 - 

Ungeachtet der Einbußen bei Bauelementen:

ZVEI prognostiziert sieben Prozent Plus

FRANKFURT (CW) - Mit einem "realen Produktionsplus von sechs bis sieben Prozent für die deutsche Elektroindustrie" rechnet ZVEI-Hauptgeschäftsführer Professor Rudolf Scheid. Dabei stehen zweistelligen Zuwachsraten von über zehn Prozent bei der Produktion insgesamt Einbußen von bis zu zehn Prozent, verglichen mit dem Vorjahr, bei Bauelementen gegenüber.

Laut Scheid werde die Branchenkonjunktur nach dem Abflauen des Exportbooms jetzt zunehmend von der verstärkten Inlandsnachfrage getragen, womit die Tendenz einen "fast lehrbuchmäßigen Verlauf" nehme. Im dritten Quartal 1985 stieg der Auftragseingang nach Scheids Worten um 8,4 Prozent, im Inlandsgeschäft um 9,3 und im Außenhandel um 6,9 Prozent. Lediglich im Bereich der Bauelemente waren Einbußen zu verzeichnen, die knapp zehn Prozent ausmachten. ZVEI-Geschäftsführer Dr. Bodo Böttcher wertete die Tatsache des Rückgangs der Auslandsaufträge von 19 Prozent im ersten Halbjahr 1985 auf rund 7 Prozent im dritten Quartal "nicht als Tendenzwende, sondern eher als Normalisierung".

Keine Beeinflussung des Exports in die Vereinigten Staaten erwartet der ZVEI-Vorstand von der bisherigen Dollar-Abwertung: Bis zuletzt seien die Elektro-Ausfuhren in die USA überdurchschnittlich gestiegen - trotzdem werde der Abstand zum Europa-Export seit einiger Zeit zusehends geringer. Die deutsche Elektroindustrie müsse sich jedoch - trotz der Konjunkturbeschleunigung in Westeuropa - infolge der Dollar-Abwertung auf einen härteren Wettbewerb durch die amerikanische Konkurrenz einstellen. Andererseits hofft der ZVEI, daß jetzt die protektionistischen Tendenzen im US-Kongreß unter Kontrolle gehalten werden können. Ferner rechnet man in Frankfurt damit, daß aufgrund des höheren Wettbewerbsdrucks im US-Markt in Zukunft ein Teil der Fernost-Ausfuhren in die USA nach Europa umgelenkt wird.

Wie der Zentralverband abschließend prognostiziert, werden zum Jahresende 1985 rund eine Million Mitarbeiter in dieser Branche beschäftigt sein. Seit Anfang 1984 konnten weitere 80 000 Mitarbeiter eingestellt werden. Als eng bezeichnete Hauptgeschäftsführer Scheid den Markt für Elektro-Ingenieure, der in den nächsten Jahren aber durch die höhere Zahl von Hochschulabsolventen der Fachrichtungen Informatik und Mikroelektronik etwas entlastet werden dürfte.