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22.01.1988 - 

Infolge der Unterstützung durch Hersteller und Behörden:

ZVEI spricht sich für Unix-Standard aus

MÜNCHEN (CW)- Die Unix-Akzeptanz wächst zusehends. Ein Plädoyer zugunsten des herstellerunabhängigen Betriebssystems als "Standard für die Informationsverarbeitung" hat jetzt auch der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) abgelegt.

"Die Bedeutung von Unix", so Paul-Albert Ruhr, als Sprecher für die Fachabteilung Informations- und Kommunikationstechnik im ZVEI, war der Grund dafür, daß der Verband sich jetzt verstärkt mit diesem Thema auseinandersetzt. Die Philosophie des ZVEI begünstige herstellerunabhängige Standards und folglich auch Unix. Ruhr: "Es hat keinen Sinn, wenn jeder seine eigenen Hausstandards schafft und das Ganze ist dann nicht kompatibel. Es ist nicht ökonomisch."

Innerhalb der Fachabteilung Informationsverarbeitung gibt es einen Arbeitskreis, der sich speziell mit Standardisierungsbelangen auseinandersetzt. Der ZVEI kann allerdings keinen direkten Einfluß ausüben sondern seine Mitglieder über Stand, Chancen und Vorteile einer Standardisierung aufklären. Dazu Ruhr: "Als Verband können wir nicht unmittelbar, sondern nur über unsere Mitgliedsfirmen tätig werden; wir koordinieren deren Aktivitäten und möchten sie positiv beeinflussen."

Wolfgang Raum, Vorsitzender der ZVEI-Fachabteilung und Leiter des Geschäftsbereichs Fehlertolerante Informationssysteme bei der Nixdorf AG, schließt jedoch die Absicht einer Außenwirkung nicht aus: "Wenn wir jetzt bei den Herstellern den Trend zu Unix sehen, dann sollten wir das gemeinsam an die Öffentlichkeit herantragen."

Dieser Trend, so Raum, zeichne sich deutlich ab - auch und vor allem im öffentlichen Bereich: "Die Hersteller unterstützen die Sache

durch Produktbereitstellung. Aber die Behörden sind heute im Grunde die treibende Kraft. Sie fordern in ihren Ausschreibungen Standards und explizit auch Unix. Darüber hinaus wird diese Sache stark von der Europäischen Kommission gesponsert."