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18.01.1985 - 

Gerüchte um "strategische Allianz" des Mikro-Kronprinzen mit dem Büro-Primus:

Zweckehe zwischen Apple und Wang möglich

NEW YORK (kul) - Eine "strategische Allianz" mit einem führenden amerikanischen Bürotechnik-Hersteller strebt dem Vernehmen nach Apple an. Gerüchten aus New York zufolge handelt es sich bei diesem Partner um Wang.

Apple, so berichtete jetzt die "Financial Times", steht seit etwa sechs Monaten mit zwölf potentiellen Partnern im Gespräch über gemeinsame Produktentwicklungen und Marketingstrategien. Als Favorit gilt Wang. Eine offizielle Stellungnahme bezüglich dieser Gespräche lehnte der "Apfel"-Hersteller in den USA ab.

Als "reine Spekulation" wertete Wang Deutschland Vermutungen über eine Kooperation. Es gebe zwar Gespräche, doch befänden sie sich noch in einem sehr frühen Stadium.

Daß Apple sich mit einer offiziellen Bekanntgabe dieser "Ehe" Zeit läßt, verwundert die Kenner der amerikanischen DV-Szene nicht. Diese Zurückhaltung kommt für die Brancheninsider nicht von ungefähr: Zwar konnte Apple kürzlich eine Kooperation mit dem Druck- und Setzmaschinenhersteller Linotype an Land ziehen - das Abkommen soll am 28. Januar offiziell bekanntgegeben werden. Andererseits aber ist das Entwicklufigsprojekt, das Apple 1983 gemeinsam mit Cullinet durchziehen wollte und dann wieder fallen ließ, wohl noch nicht in Vergessenheit geraten, meint die Financia1 Times.

Daß die Gerüchte um ein potentielles Joint-venture zwischen Apple und Wang durchaus Realität werden könnten, glaubt auch den kalifornische Marktforscher John Dean von Montgomery Securities in San Francisco. Seiner Ansicht nach wird Apple noch im Januar eine Reihe neuer Produkte im Bereich Bürotechnik vorstellen und ferner eine umfassende Zusammenarbeit im Vertrieb mit Wang bekanntgeben. Auch das angekündigte Abkommen zwischen Apple und der General Electric Information Services Company beruhe vor allem auf der Annhame, daß sich Apple zu der Allianz mit Wang entschließen werde.

Die neuen Apple-Produkte schließen dem Vernehmen nach ein lokales Netz mit Zubehör, einen Laserdrucker, eine Erweiterungskarte zum Anschluß von IBM PC an das Apple-Netz sowie Software für IBM PC und Apple-Computer ein. Wie Greg Kelsey, ein Computerexperte der Alton & Co., San Francisco, erklärte, arbeitet Apple gegenwärtig an einer Netzschnittstelle, mit deren Hilfe der Macintosh an das Wangnetz angeschlossen werden kann.

Eine Zusammenarbeit wird für beide Unternehmen als vorteilhaft angesehen, da Wang bei Bürocomputern an Boden verliere und Apple von der Bürotechnik-Produktlinie Wangs profitieren könnte.