Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

02.06.1995

Zwei Ansaetze fuer raeumlich unbeschraenkten Datentransfer Anbieter versprechen laengeren Escon-Kanal bei IBM-Mainframes

MUENCHEN (pi) - Network Systems Corp. (NSC) und Computer Network Technology Corp. (CNT) hatten unabhaengig voneinander die gleiche Idee: Der Escon-Channel von Mainframes soll zukuenftig auf beliebige Distanz genutzt werden koennen.

Per Telefon koennen zukuenftig Anwender von IBMs System 390 ihre Daten verschicken. Zusammen mit der CNT will Big Blue Produkte entwickeln und vermarkten, die die Moeglichkeiten der Mainframes zur Datenspeicherung von der Entfernung unabhaengig machen.

Derzeit stehen zur Auslagerung und fuer das Ziehen von Sicherheitskopien der Daten in den IBM-Systemen 3990, Modell 6, zwar einige Funktionen zur Verfuegung, die aber spaetestens bei einer Distanz von 40 Kilometern zum Datensilo an ihre Grenzen stiessen.

So fuehrte IBM im Maerz 1994 die Moeglichkeit "Remote Copy" ein, die zwei Wege fuer die Datenwiedergewinnung im Schadensfall erlaubt: "Peer-to-Peer Remote Copy" mit einer Entfernung von maximal 20 Kilometern zwischen den beiden Datenbanken ohne zusaetzliche Software ueber Escon sowie "Extended Remote Copy" fuer Anwender, die ueber die von den Escon-Kanaelen verkraftete Distanz hinaus Sicherheitskopien erhalten wollten. Um die damit maximal moeglichen 40 Kilometer zu ueberbruecken, muss IBMs Data Facility Storage Management Subsystem (DFSMS-MVS) eingesetzt werden.

CNTs Technik "Channellink" erweitert diese Funktion so, dass Daten auch ueber das Telefonnetz uebertragen werden sollen und die raeumlichen Beschraenkungen weitgehend hinfaellig sind.

Die Network Systems Corp. stellte mit "Remote Device Interface" (RDI) eine Erweiterung ihrer Data-Exchange-Extended-(DXE- )Plattform vor. Mit RDI soll dem Anwender mehr Freiheit beim Anschluss der Mainframes an Peripheriegeraete wie DASD-Speicher, entfernte Front-end-Prozessoren und Datensilos gegeben werden.

RDI ist auf NSCs Escon-Adapter implementiert, der in die DXE- Erweiterung passt. Die Anzahl der Anschluesse pro Adapter haengt von der Art der Peripherie ab. RDI soll im dritten Quartal auf den Markt kommen und rund 20000 Dollar pro Adapter kosten.