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17.06.1994

Zwei Marktuntersuchungen belegen schlechtes Image Re-Engineering: Topmanager sind von Resultaten enttaeuscht

FRAMINGHAM (IDG) - Das sogenannte Business Re-Engineering, Management-Schlagwort der letzten Jahre, wird fuer immer mehr Unternehmen zum roten Tuch. Fast 85 Prozent aller Topmanager, die ihre Geschaeftsprozesse mit Hilfe entsprechender Projekte neugeordnet haben, sind mit den Resultaten unzufrieden. Die Schuld geben viele ihren IT-Abteilungen.

Zwei voneinander unabhaengige Analysen bei Unternehmen der Top 1000 in den USA kommen zu aehnlichen Ergebnissen: In erschreckend vielen Faellen schlagen unternehmensweite Restrukturierungen fehl. Eine Studie von Arthur D. Little bezieht sich auf die Angaben von 350 Topmanagern in 14 Branchen. Darin heisst es, nur bei knapp einem Sechstel der Befragten entspraechen die Resultate des jeweiligen Re-Engineering-Projektes den Erwartungen der Fuehrungskraefte.

Als Ursachen werden unter anderem interne Auseinandersetzungen, Probleme bei der Implementierung und ein Mangel an qualifizierten Managern angefuehrt.

CSC Index, die Unternehmensberatung, die als Pionier auf dem Gebiet des Business Re-Engineering gilt, zieht eine aehnliche Zwischenbilanz. Von 500 untersuchten Konzernen, so die vorsichtigere Einschaetzung, sei rund die Haelfte der Befragten unzufrieden.

Besonders den IT-Abteilungen wird nach Einschaetzung von Arthur D. Little das Scheitern der Business-Re-Engineering-Projekte angelastet. "Re-Engineering wird zunehmend als Euphemismus fuer Downsizing verwendet", erklaert Peter Scott-Morgan, Director der Arthur D. Little Inc. Ueber gescheiterte Versuche, die Geschaeftsprozesse zu optimieren, klagten vor allem die Firmen, die auch grosse Downsizing-Projekte durchfuehren.

Arbeitsplaetze wuerden in Unternehmen abgebaut, weil man hoffe, sie mit Hilfe von Informationstechnologie ersetzen zu koennen, meint ein anderer Experte. Firmen zoegen jedoch IT-Ressourcen ab, noch ehe die neue Technologie voll einsatzfaehig sei. Das fuehre zum Scheitern von Projekten - die Verantwortung haetten die IT- Abteilungen zu tragen.

Die Realitaet des Business Re-Engineering weicht offenbar in vielen Faellen vom hohen Anspruch ab. So sollen Entwickler nach entsprechenden Downsizing-Massnahmen in cross-funktional agierende Teams eingebunden werden. In der Praxis bleibt die Bewegungsfreiheit dieser IT-Spezialisten jedoch eingeschraenkt, ihre Effizienz leidet.