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03.06.1994

Zwei Milliarden Mark aus Monopoldiensten Bundeskartellamt beanstandet Datex-P-Quersubventionierung

03.06.1994

BONN (gh) - Nun ist es amtlich: Die Deutsche Bundespost Telekom hat ihrem Datex-P-Dienst seit 1989 mit Einnahmen aus dem Monopolbereich finanziell unter die Arme gegriffen. Eine vom Bundeskartellamt abgeschlossene Untersuchung ergab eine unzulaessige Quersubventionierung in Hoehe von zwei Milliarden Mark.

Die Ermittlungen der Berliner Wettbewerbshueter gehen zurueck auf eine 1993 vom Verband der Telekommunikationsnetz- und Mehrwertdiensteanbieter (VTM) veroeffentlichten Studie, in der das wettbewerbswidrige Verhalten der Telekom erstmals angeprangert wurde.

Stein des Anstosses war die Tatsache, dass, wie dem VTM nun bestaetigt wurde, das Postunternehmen mit Dumping-Preisen seine Konkurrenz im Geschaeft mit X.25-Netzdiensten klein halten wollte, indem es die Zuleitung zu seinem Wettbewerbsdienst Datex-P - anders als die privaten Carrier dies tun muessen - seinen Kunden nicht berechnete. Diese quasi ueber das Telefondienstmonopol finanzierte unzulaessige Quersubventionierung ist, wie das Bundeskartellamt errechnete, seit der Liberalisierung des Datenkommunikationsmarktes 1989 auf die Summe von zwei Milliarden Mark angewachsen.

Telekom-Sprecher Klaus Czerwinksi gab in einer ersten Stellungnahme die Devise aus, dass sein Unternehmen "die Bewertung der zustaendigen Ministerien abwarten moechte". Einen Zeitpunkt fuer eine entsprechende Entscheidung konnte indes Peter Bross, Leiter der im Postministerium fuer Deregulierungsfragen zustaendigen Hauptabteilung 1, noch nicht nennen. Man werde jedoch, so Bross, mit der Telekom Gespraeche "ueber Art und Umfang eines Sanierungskonzeptes fuer den Datex-P-Dienst" fuehren muessen.