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23.04.1999 - 

Amerikanische Branchenriesen machen Nägel mit Köpfen

Zwei neue Server für die Sprach-Daten-Konvergenz

MÜNCHEN (CW) - Eine Kooperation von IT-Schwergewichten könnte der Sprach-Daten-Konvergenz zum Durchbruch verhelfen. Nortel Networks, Hewlett-Packard, Microsoft und Intel wollen noch in diesem Quartal zwei Kommunikations-Server auf den Markt bringen, die sich auch für den Einsatz in kleinen und mittelgroßen Firmen eignen.

Nach Meinung des Dataquest-Analysten John Armstrong hat die jetzt geschmiedete Allianz das Potential, im Bereich Sprach-Daten-Konvergenz endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Bislang klaffe noch eine große Lücke zwischen den Marketing-Versprechen und den fertigen Lösungen. Als Grund für seine optimistische Einschätzung gibt Armstrong die Tatsache an, daß sich mit Nortel erstmals ein Anbieter aus dem Sprachsegment der Konvergenz nachhaltig verschrieben hat, während die anderen Ansätze vornehmlich von Unternehmen aus dem Bereich der Datenübertragung stammten.

Noch in diesem Quartal will die Gemeinschaftsinitiative zwei HP-Server für die Sprach-Daten-Integration präsentieren. Sie basieren auf Nortel-Software, dem Betriebssystem Windows NT von Microsoft und Prozessoren aus dem Hause Intel. Während der "Communications-Server" auf kleine und mittelgroße Unternehmen abzielt, ist der "Business-Messaging-Server" für den Einsatz in größeren Firmen ausgelegt.

Nach Aussagen des Nortel-Chefs John Roth wäre es nicht sinvoll gewesen, die Server-Plattformen selbst zu entwickeln. Die Geschwindigkeit der Internet-Ausbreitung habe es nötig gemacht, schnell mit einsatzbereiten Lösungen, die auf offenen Standards basieren, auf den Markt zu kommen. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen verstärkt mit Microsoft zusammen, um Windows NT in seine Enterprise-Kommunikations-lösungen zu integrieren.

Für den Dataquest-Analysten Armstrong entscheiden jedoch die langfristigen Pläne und nicht die angekündigten Server über den Erfolg der Allianz. Er sieht die große Herausforderung für die Anbieter darin, Sprach-Daten-Integration auch in Großunternehmen realisieren zu können. Dies lasse sich nicht innerhalb eines Tages verwirklichen, denn neben den Enterprise-Strukturen müßten hierbei auch die Weitverkehrsnetze angepaßt werden, was wesentlich problematischer sei.