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16.05.1986 - 

Hoffnung auf den Rutsch in die Gewinnzone:

Zwei neue Unix-Superminis von CCI

BOSTON (CWN) - Zwei Superminis, die unter dem Betriebssystem Unix laufen, hat die vor kurzer Zeit in finanzielle Schwierigkeiten geratene Computer Consoles Inc. vorgestellt. Eine Maschine mit der Bezeichnung 8/32 MP soll 15 Millionen Instruktionen pro Sekunde (Mips) verarbeiten können. Das zweite Modell, 6/32 E, leistet fünf Mips und wird laut Anbieter optional mit einer RAM-Disk ausgeliefert.

Die High-End-Maschine 6/32 MP soll in den USA für 290 500 Dollar offeriert werden; dabei eingeschlossen sind ein 16-MB-Hauptspeicher und ein netzwerkfähiges Betriebssystem für 32 Anwender, das auf dem Unix-System V basiert. Durch die Verwendung von Dualprozessoren, die in einer Master-Slave-Beziehung stehen, soll das System beinahe zweimal so leistungsfähig sein wie die 6/32, die im Netzwerkbetrieb durch die mögliche Anbindung von 500 Anwendern als Flaggschiff von CCI gilt. Die 6/32 E positioniert sich nach Angaben des Anbieters zwischen dem Einstiegsmodell 5/32 und der 6/32. Zu einem Preis von 124 950 Dollar ist die 5-Mips-Maschine 6/32 E erhältlich, die bis zu 100 Anwender im Netzwerk unterstützt und bis zu einer Leistung von 8,1 Mips hochgerüstet werden kann.

Die optional für alle Systeme erhältliche RAM-Disk wird für 105 600 Dollar angeboten; sie bietet in der Grundausführung eine Speicherkapazität von 32 MB und kann bis zu 64 MB aufgerüstet werden. Speziell zum Zweck des schnellen Zugriffs auf viel benötigte Daten soll die mittlere Zugriffszeit mit weniger als einer Millisekunde etwa 30mal niedriger liegen als bei einem Festplattenlaufwerk. Die 6/32 E ist ab sofort erhältlich, mit den RAM-Disk-Auslieferungen will CCI ab Juni beginnen, und die 6/ 32 MP soll etwa im vierten Quartal dieses Jahres lieferbar sein.

Im Rahmen der Vorstellung beider neuer Systeme legte CCI-Chef John Cunningham auch die Geschäftszahlen seines Unternehmens vor. Danach hatte die Firma im vergangenen Geschäftsjahr 1985 bei einem Umsatz von 111,9 Millionen Dollar einen Verlust von 41,9 Millionen Dollar hinnehmen müssen; auch im ersten Quartal 1986 schrieb das Unternehmen rote Zahlen in Höhe von 5,6 Millionen Dollar. Cunningham verspricht sich allerdings von der neuen Produktpalette wieder Zuwachsraten und rechnet ab dem zweiten Geschäftsquartal mit Gewinnen. Den Angaben eines Analysten in den USA zufolge könnte sich das Unternehmen aufgrund der interessanten Technologie und Software von anderen Anbietern auf diesem Sektor abheben.

Gute Chancen für die beiden Systeme von CCI räumt auch Said Symons, Analyst bei der Gartner Group Inc., ein: "Es könnte Marktnischen geben die von CCI durch das Angebot bestimmter Anwendungssoftware genutzt werden können. In diesem Bereich grenzt sich die Firma von Mitstreitern ab. Gerade bei Unix könnten sich die Bostoner im Vergleich zu anderen Mitstreitern ganz vorne positionieren." Dataquest-Analyst Kimball Brown im kalifornischen San Jose fügte hinzu: "Durch die Fähigkeit der CCI-Techniker, die alte Schottky-TTL-Technik effektiv zu nutzen, wurde hier ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erzielt. Hinzu kommt eine durchorganisierte Marketingstrategie. "