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30.05.1975 - 

Anwender-Bericht: Leasing beim Regionalen Rechenzentrum Mittlerer Neckar

Zwei Systeme 370 um 50 000 Mark billiger

Exclusiv für CW von Hans Schieber

STUTTGART- Das Regionale Rechenzentrum Mittlerer Neckar ist eine Gründung der Landkreise, Gemeinden und Städte der Region Mittlerer Neckar.

Seit der Gründung im Jahre 1971 haben wir in fremden Rechenzentren Zeit gemietet, seit 1974 haben wir eine eigene Anlage und seit 1975 eine zweite, beides IBM-Systeme 370/145 mit je 384 KB, mit Mixed Hardware-Peripherie von BASF. Unser Arbeitsgebiete - wir benutzen zentrale EDV-Verfahren, einheitlich in allen regionalen Rechenzentren in Baden-Württemberg - besteht im wesentlichen aus der Verwaltung der Einwohnerdatenbank, dem kommunalen Finanzwesen, Steuerveranlagung, Gehaltsabrechnungen, Verbrauchsabrechnungen für die Stadtwerke, Krankenhausabrechnung sowie einige Gebiete im Bauwesen.

Der Einsatzgrad unserer Verfahren ist noch sehr unterschiedlich, - einige unserer 200 Mitglieder arbeiten bereits voll mit unseren Anwendungen, die anderen kommen nach und nach in den nächsten Jahren hinzu. Diese Vorgeschichte soll verdeutlichen, warum wir uns zum Leasing entschlossen haben.

Vorausbedingung:Langfrist-Konzeption

Bedingt durch die Überschaubarkeit des auf uns zukommenden Arbeitsvolumens für unsere Mitglieder konnten wir eine längerfristige Konzeption entwerfen. Unser Ziel war, uns nicht kurzfristig, sondern mittelfristig für fünf Jahre zu binden. Eine weitere Bedingung war, neue Maschinen und keine Gebraucht-Computer zu installieren. Zudem waren wir festgelegt auf IBM-Systeme, da alle Programme in unserem Landesverbund auf die IBM ausgerichtet sind. Neben der Zentraleinheit aber sollte weitgehend Mixed Hardware eingesetzt werden.

Miete war auf jeden Fall zu teuer, - zudem hatten wir von der kurzfristigen Bindungsmöglichkeit keinerlei Vorteile. Kauf wäre erst bei einer Planung von sieben bis acht Jahren interessant gewesen. So haben wir uns für Leasing entschlossen. Bei der Berechnung der Monatsbelastung ergab sich ein erheblicher Preisvorteil gegenüber gemieteten Systemen: beide Maschinen brachten durch das Leasing einen Preisvorteil von jeweils 20 000 beziehungsweise 25 000 Mark bei einer festgelegten Leasingzeit von fünf Jahren für die fabrikneuen Systeme.

Günstige Konditionen?

Wir haben die Rechner zuerst direkt bei der IBM gekauft, dann an unsere Leasing-Firma weiterverkauft und von dort wieder gemietet.

Nach Ablauf des Vertrages haben wir eine Option, die Maschine zu 50 Prozent des jetzigen Leasingpreises weiterzumieten.

Wir haben nach zwei Jahren die Möglichkeit, Geräte auszutauschen, wenn technische Neuerungen auf den Markt kommen. Allerdings muß dann wiederum ein Vertrag für weitere fünf Jahre

abgeschlossen werden.

Falls wir in der nächsten Zeit noch eine dritte Maschine benötigen, werde ich mir überlegen, eventuell in den Gebraucht-Computer-Markt einzusteigen. Beim Leasing bleiben wir auf jeden Fall.

Für künftige Leasing-Kunden möchte ich noch erwähnen, daß vor Vertragsabschluß umfangreiche Vorarbeit geleistet werden muß, - wesentlich gründlicher und korrekter als vor einem Mietabschluß. Aber die 50 000 Mark, die wir durch die beiden geleasten Systeme monatlich einsparen, gleichen diese Vorarbeit wieder aus.

Hans Schieber ist Geschäftsführer des Regionalen Rechenzentrums Mittlerer Neckar GmbH, Stuttgart .