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Von der SEC genehmigt

Zwei US-Companies verkaufen ihre Aktien ueber das Internet

12.04.1996

Kein Emissionshaus begleitet das Initial Public Offering (IPO) der Interactive Holdings Corp. Das Unternehmen aus New York will seine Aktien selbst an den Mann beziehungsweise an die Frau bringen. "Wir nutzen das Internet, um das Angebot zu publizieren, zu bewerben und Auftraege abzuwickeln", erklaert President David Loring. Das Unternehmen hatte in den USA durch seine Partnervermittlungs-Show "Men Across America", die von rund 40 Broadcast-TV-Stationen sowie ueber das Internet verbreitet wurde, Aufmerksamkeit erregt.

Alle Informationen, die im Zusammenhang mit der Aktienofferte erforderlich sind, werden ueber das World Wide Web http://www.thevine.com/ihchome.htm bereitgestellt. Interessenten koennen ein Bestellformular fuer die Titel herunterladen. Ein Anleger kann zwischen 1000 Dollar und 50000 Dollar investieren beziehungsweise zwischen 5000 und 200000 Aktien erwerben. Fuer die Investoren fallen keine Maklergebuehren an.

Die US-Boersenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat Interactive Holdings fuer den Aktienhandel via Internet gruenes Licht gegeben. Die Spring Street Brewing Company musste vor kurzem die direkten Deals zeitweise einstellen, weil SEC intervenierte. Die Kleinbrauerei waehlte bereits im letzten Jahr den ungewoehnlichen Weg der Finanzierung ueber die eigene WWW-Seite. Wie die "Sueddeutsche Zeitung" berichtete, wollte die SEC jedoch das System pruefen, das nicht dem Gesetz entspricht. Das Unternehmen sei kein registrierter Makler, so die Kommission.

Spring Streets Aktienhandel funktioniert auf Basis eines Bulletin- Boards namens "Wit-Trade", in dem Verkaeufer nach Abnehmern und Interessenten nach Anbietern suchen. Beide Parteien einigen sich direkt ueber den Preis. Die Boersenaufsicht hatte der Brauerei aufgetragen, die Gelder der Investoren einer Bank oder einem Treuhaender anzuvertrauen.

Interactive Holdings will sich dagegen beim Festlegen der Kurse von Market Makers unter die Arme greifen lassen. "Wir suchen die Unterstuetzung von Nasdaq-Mitgliedsfirmen", bekraeftigt das Unternehmen. Die Gelder der Aktionaere werden ueber eine Treuhaenderin bei der Bank of New York hinterlegt.