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10.12.2007 - 

Stimme aus dem Handel

Zweiklassengesellschaft

Karl-Erich Weber, Jahrgang 1959, ist Kaufmann, Autor, freier Journalist und Redakteur. Hauptberuflich seit 1991 mit ITK und Unterhaltungselektronik befasst, schreibt er seit 1998 für unsere Redaktion. Seine ITK-Lieblingsthemen sind die News, Analysen und Projektionen aus Wirtschaft, Markt und Fachhandel sowie die Hersteller mit ihren Produkten. Zudem bloggt, kritisiert und kommentiert er leidenschaftlich Medien und Politik. 

Notebooks gibt es, die gibt es gar nicht. Die Schlepptops aus dem Baumarkt, die seltsame, auf der Homepage des Herstellers nicht auffindbare Bezeichnungen haben, führen ein Doppelleben zwischen Marke und No-Name.

Neben der globalen Variante, dem Notebook oder PC mit zig verschiedenen Labels, gibt es gerade wieder zur Weihnachtszeit die umgekehrte Variante Modelle, die selbst der beste Fachhändler nicht kennt. Anstatt den dem Recycling gerade noch entkommenen Ausreißern das Prädikat "Hergestellt für den Wühltisch" zu verleihen, steht in den bunten Blättern fett die Handelsmarke darüber.

Früher, im "Präglobaliszän", da trauten sich die Partner des Fachhandels nur unter falschem Namen an die Billigvermarktung. Manchmal kaum aussprechbar, schon gar nicht merkbar, waren diese Fantasienamen jedoch klar vom Fachhandel abgegrenzt. Inzwischen ist diese Rücksicht in den Stückzahlenreißwolf gefallen. Fast alle Hersteller produzieren unter ihrem Markennamen für die Palettenrutscher. Und sogar über Dell gibt es Gerüchte von kommenden Supermarkt-Deals. Ob die allerdings die üppigen Versandkosten zahlen, darf bezweifelt werden.

Auf der einen Seite sollen wir beratungsintensive Business-Geräte an den Kunden bringen, auf der anderen machen sie uns mit ihren Lidl- und Aldi-Aktionen die Preise kaputt. Mit zehn Euro Marge pro Notebook mag sich ein Großmarkt zufrieden geben, wir können davon nicht leben.

Der Kunde merkt den Unterschied erst, wenn er ein Qualitätsprodukt in der Hand hält oder, noch besser, vorher besessen hat. Dann ist es oft zu spät, denn die heutige Qualität der Billig-Notebooks ist schauderhaft. Tastaturen, Akkus und die thermische Regulation taugen nicht einmal für Vorstandsvorsitzende, geschweige denn für richtige User. Doch die Klatschpresse jubelt den Billigschrott hoch. Wie lange das noch gut geht? Fragen Sie Ihren "Partner"!

Mein Fazit: Inzwischen gibt es ja auch Apple-Produkte im Media Markt und Microsofts Office bei der Metro AG billiger als beim Distributor. Frohe Vorweihnachtszeit!

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.