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Neben einem neuen Opteron-basierenden Cluster:


28.11.2003 - 

Zweiter Itanium-Server von IBM

MÜNCHEN (CW) - IBM, bisher der Verwendung von Intels Itanium-2-CPU eher zögerlich gegenüberstehend, bringt nun eine 16-Wege-Maschine mit diesem Prozessor auf den Markt.

Unter der Bezeichnung "X-Series 455" vermarktet IBM ab sofort einen Rack-Server mit 4U Normbauhöhe (rund 18 Zentimeter). In dem Gehäuse stecken auf einem System-Board vier Prozessoren des Intel-Typs Itanium 2. Sie arbeiten mit 1,5 Gigahertz Taktfrequenz und besitzen jeweils 6 MB Level-3-Cache. Auf jedem Systemmodul haben 56 MB Hauptspeicher und zusätzliche 64 MB Level-4-Cache Platz. Dieses Grundsystem lässt sich um maximal drei weitere Server-Bausteine gleicher Ausführung erweitern. Dadurch kommen die Kunden auf Acht-, Zwölf- oder 16-Wege-Systeme.

6,4 Gbit pro Sekunde

Verbunden sind die Prozessoren, L-4-Cache und RAM über die von Big Blue entwickelte "Enterprise X Architecture" (EXA) mit dem "Summit"-Chipset. Bei den Itanium-Rechnern handelt es sich um eine Variante dieses Chipsets, das in den X-Servern mit 16-Bit-Xeon-CPUs Verwendung findet. Die Verbindung on board erfolgt mit einer Geschwindigkeit von 6,4 Gbit pro Sekunde.

Dank Summit kann eine 16-Wege-Maschine mit einem SystemImage arbeiten, wobei sie sich allerdings wieder partitionieren lässt. Dies ist wichtig für die Auswahl des Betriebssystems. Denn momentan würde auf der x455 nur die Datacenter Edition von Windows Server 2003 auf einem einzigen Image laufen. Die ebenfalls auf dem Computer lauffähigen Linux-Versionen von Suse und Red Hat mit dem nur acht symmetrische Prozessoren unterstützenden aktuellen Kernel 2.4 verlangen eine Aufteilung des Systems in zwei Partitionen. Der in Kürze erscheinende Linux-Kernel 2.6 befreit von dieser Notwendigkeit, weil er 32 SMP-Prozessoren unterstützen wird.

Die kleinste x455-Konfiguration mit einem Server-Baustein kommt Anfang Dezember für 23710 Euro auf den Markt. Eine Maschine mit 16 Itanium-2-CPUs und 32 GB Hauptspeicher wird 309000 Dollar kosten.

Die Ausweitung des Server-Angebots auf Itanium-2-Basis bedeutet nicht, dass IBM das Angebot an anderen 64-Bit-Umgebungen zugunsten von Intel-basierenden Systemen verschiebt. Es bleibt beim Risc-Unix-Portfolio der P-Series. Das Spektrum der Rechner mit dem 64/32-Bit-Prozessor "Opteron" von AMD hat Big Blue noch einmal erweitert.

Weiterhin mehrgleisig fahren

Den Kern des neuen Rack-Clusters "E-Server 1350" bilden beliebig viele "E-Server 325" mit Opteron-CPUs der Typen 240, 242 oder 246, die mit 2 Gigahertz getaktet sind. Diese lassen sich im Cluster 1350 kombinieren mit Blade-Server des Typs "HS20" oder X-Series-Rechnern der Typen 335 und 345. Als Storage-Nodes kommen die X-Series 345 oder 360 in Frage. Als Management-Node kann das Modell x345 Verwendung finden. (ls)