Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Originelle Messestände die ins Auge stachen:


28.03.1986 - 

Zwischen Lasershow und kühler Sachlichkeit

HANNOVER (CW) - Die Präsentation von Firmenständen auf der Hannover-Messe fiel je nach Temperament der Unternehmen und Marketing-Leute unterschiedlich aus. Originelle Gestaltungen hatten die größten Chancen, beachtet zu werden.

Mitten im Messetrubel, im Gedrängel der Hallengänge ließ die Konzentration nach. Das wußten clevere Standgestalter auszunutzen. Immer da, wo sich Menschentrauben bildeten, war am meisten los. Es mußten nicht immer gleich Boris Becker (Gast bei Philips) oder der Tyrrell-Rennwagen von Olivetti gewesen sein, die eine magnetische Wirkung auf arglos vorbeischlendernde Messegäste ausübten.

Der Griff nach dem Unbewußten schien sich am Epson-Stand besonders zu bewfähren. Dort nämlich lenkte eine Laser-Musik-Show das Interesse vieler Besucher auf sich. Strahlende Lichtgebilde fast räumlichen Charakters zauberten ein illusionäres Gebilde aus der Hexenküche der Image- und Produktwerbung. Zu jeder halben Stunde startete eine zehnsminütige Reise ins Licht.

Schattenseite dieser aufwendigen PR-Aktion waren freilich die Kosten. Dazu wollte sich Marketing-Manager Peter Gross nicht äußern. Die Aufwendungen lagen sicherlich - wie Insider schätzten - bei mehreren zehntausend Mark. "Man muß auf dem Stand etwas Ungewöhnliches bieten", meinte der Marketing-Mann. Mehr Publikum und zusätzliches High-Tech-Image glaubte Gross mit dieser Lichtschau erreichen zu können. Mit dieser Gewißheit überzeugte er auch seinen Finanzvorstand.

In seriösen dunklen Tönen präsentierte sich der Epson-Stand. Nixdorf, Commodore, Kodak und Minolta ließen schon an der Gestaltung ihrer Stände erkennen, daß sie keiner visuellen Gags bedürften, um auf sich aufmerksam zu machen. Das galt für all die Aussteller, die vor allem Fachpublikum als Gesprächspartner erwarteten.

Arkaden mit nordischem Touch ließen auf ein offenes, einladendes Standkonzept bei Ericsson schließen. Das Gegenteil davon in spiegelschimmernder, burghafter Wehr war bei ANT zu sehen. Schaufensterpuppen in berufsspezifischen Uniformen, vom Pilotendress bis zum Schutzkostüm am Bau, umgaben den Rank-Xerox-Stand. Spannung zwischen High-Tech und Altertum wußten die Standgestalter bei Casio und Wordplex auszunutzen. Während der Hardware-Hersteller großzügige kreisrunde Dachelemente, die an Ufos erinnerten, benutzte, nahm Wordplex Anleihen beim altägyptischen Pyramidenbau auf.