Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.10.1995

Zwischen Mainstream und Kaisers neuen Kleidern Anwender offenbaren ambivalentes Verhaeltnis zu verteilten Objekten

Die Diskussionspodien moegen in den USA prominenter besetzt sein. Doch in puncto Praxisorientierung stach die deutsche "Object World" ihre Schwesterveranstaltungen in San Franzisko und Boston locker aus: Eine von vier Vortragsreihen war dem Thema "Anwendungen und Business-Loesungen" gewidmet. Hier gaben europaeische Grossunternehmen den 650 Tagungsteilnehmern Antwort auf die Frage, wie sich Applikationen flexibel an Geschaeftsprozesse anpassen lassen. Dass diese Antwort immer haeufiger "Objekttechnik" (OT) heisst, zeigte sich auch bei der Verleihung der Anwenderpreise. Objektorientierung entwickelt sich zum Mainstream, so die Einschaetzung vieler Beobachter. Andererseits zeichnete sich auf der im Frankfurter Flughafen veranstalteten Konferenzmesse auch Unzufriedenheit ab: Technischer Fortschritt und Standardisierung bewegen sich nach Ansicht einiger Anwender zu langsam. Ob verteilte Objekte fuer die Realisierung unternehmensweiter Systeme taugen, bleibe zudem fraglich.

Insgesamt waren 1800 zahlende Gaeste der Einladung von IDG World Expo, Object Management Group (OMG) und Logon Technology Transfer zur Object World Frankfurt '95 gefolgt. Damit hatte sich das Besucherinteresse gegenueber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Die rund 50 Aussteller auf der konferenzbegleitenden Produktschau duerften zufrieden gewesen sein - auch wenn mehr als ein Drittel der Messeteilnehmer vor allem wegen der zweitaegigen Konferenz gekommen war.

Selbstverstaendlich gab es auch in Frankfurt die von aehnlichen Veranstaltungen gewohnten Anbieterpraesentationen. Gut besucht war beispielsweise der Vortrag von Ivar Jacobson, Gruender der gerade erst von Rational uebernommenen Objectory A.B. und Schoepfer der "Use-Cases"-Methode. Nur noch Stehplaetze blieben frei, als der ehemalige Taligent-Mitarbeiter Erich Gamma ueber das Thema "Design Patterns" referierte.

Als ein besonderes Verdienst duerfen sich die Object-World- Veranstalter jedoch anrechnen, dass es ihnen gelang, Vertreter etlicher europaeischer Anwenderunternehmen als Redner zu gewinnen. Getreu dem Konferenz-Motto "Get real" gewaehrten die IT-Manager Einblick in eine Reihe von geplanten, laufenden oder erfolgreich abgeschlossenen OT-Projekten in den jeweiligen Betrieben.

Zwei der vorgestellten Anwendungen waren im vergangenen Jahr als Sieger aus dem Anwendungswettbewerb "Applications Award" hervorgegangen: zum einen die C++- und Smalltalk-basierte Software-Entwicklungsumgebung von British Airways sowie zum anderen das System fuer die verteilte Produktion von technischen Plastikstoffen des Chemiegiganten BASF.

Mentale Barrieren waren zu ueberwinden

British Airways beschaeftigt sich bereits seit 1989 mit dem Thema Objektorientierung. Wie der Software-Architekt Jim Arlow betont, holte er sich schon fuer das erste Pilotprojekt, ein System fuer die Generierung von Gantt-Charts, Rueckendeckung von der Unternehmensfuehrung. Das 1990 in Angriff genommene Projekt "Cobra" verlegte dann den Schwerpunkt vom GUI-Management zur Komplexitaetsbewaeltigung in unternehmenskritischen Anwendungen. Dafuer standen, so der Softwarespezialist, bereits die besten Software-Entwickler des britischen Staats-Carriers zur Verfuegung.

Nichtsdestoweniger stiess Arlow zunaechst auf mentale Barrieren. Viele seiner Kollegen betrachteten die neue Technologie mit Skepsis. Sie fuerchteten sich vor Veraenderungen, brachten der OT nur unzureichendes Verstaendnis entgegen, beurteilten sie gar als Eintagsfliege. Zudem scheuten sie sich konkret, fremdentwickelte Klassenbibliotheken fuer ihre kritischen Applikationen zu einzusetzen.

Zur Jahreswende 1992/93 begannen die British-Airways-Informatiker mit dem Aufbau einer objektorientierten Anwendungsentwicklungs- Umgebung. Kernstueck ist ein C++-Klassen-Browser, der erstaunlicherweise in "Smalltalk V" von Digitalk geschrieben wurde. Mittlerweile existieren vier unternehmensweite Klassenbibliotheken, aus denen ein Stamm von demnaechst 75 C++- Entwicklern Anwendungen zusammensetzt.

Gemeinsam mit dem franzoesischen Software-Anbieter O2 Technology sowie einer Handvoll europaeischer Forschungseinrichtungen hat sich das Luftfahrtunternehmen dem "Goodstep"-Konsortium angeschlossen, das an einem Software-Engineering-Standard auf der Grundlage eines objektorientierten Datenbank-Management-Systems arbeitet. Die auf der deutschen Object World des vergangenen Jahres ausgezeichnete Software-Umgebung spiegelt diese Arbeit wider.

Die Luecke zwischen den kaufmaennischen Anwendungen und der Fertigung zu schliessen, darin besteht die Aufgabe, die der Ludwigshafener Chemieproduzent BASF AG mit der Anwendung "Distributed Production of Technical Plastics" (Duplis) loesen will. Die klassische Funktionalitaet eines Produktionsplanungs- und -steuerungssystems war in eine Applikation einzubringen, die nicht nur die extrem heterogene Rechnerlandschaft des Grossunternehmens abbilden musste, sondern auch noch erheblich kostenguenstiger sein sollte als eine Loesung von der Stange.

Wie der Systemanalytiker Herbert Ehrlich versichert, wurde dieses Ziel erreicht. Hatte der preisguenstigste Software-Anbieter vier Millionen Mark veranschlagt, so kostete die Eigenentwicklung - mit Hilfe der objektorientierten Sprache Smalltalk - lediglich drei Millionen. Heute, nachdem bereits 1500 selbstentwickelte Klassen im Zugriff sind, wuerde ein vergleichbares Unterfangen laut Ehrlich nur noch mit 300 000 Mark zu Buche schlagen. Dennoch gibt der Systemanalytiker seinen Kollegen den Rat, die Erwartungen der Unternehmensfuehrung von vornherein zu daempfen: "Klaeren Sie ab, dass Sie zwei Jahre lang nur Geld kosten duerfen."

Preiswuerdige Anwendungen

Auch in diesem Jahr vergaben die Object-World-Veranstalter wieder Preise fuer "herausragende" OT-Anwendungen, die nicht fuer kommerzielle Zwecke geschrieben wurden. Eine 19koepfige Jury aus Vertretern der Anbieterseite, OMG-Mitarbeitern, Wissenschaftlern und Beratern sowie IS-Spezialisten der Anwenderunternehmen Bosch Telekom, Daimler-Benz und Deutsche Telekom, hatte die eingegangenen Applikationen durchforstet und fuer jede der fuenf Wettbewerbskategorien drei Finalisten nach Frankfurt bestellt.

Dem Sieger in der Sektion "Beste OT-Implementierung einer verteilten Anwendung" wurde die Trophaee jedoch in Abwesenheit verliehen: Die Abteilung Bus des franzoesischen Verkehrsdienstleisters RATP hatte es versaeumt, der Einladung Folge zu leisten. Ihre Simulationssoftware mit der Bezeichnung "Spartacus" soll den Mitarbeitern die Gesetzmaessigkeiten des Busverkehrs - beispielsweise die Erstellung und Ueberwachung von Fahrplaenen - nahebringen. Das System wurde mit objektorienten Analyse- und Designmethoden entworfen, geschrieben ist es in C++, als Datenbanksystem nutzt es "Objectstore" von Object Design.

Den Vogel in der Kategorie "Beste Anwendung, die Komponenten aus einem anderen Projekt wiederverwendet oder Komponenten fuer andere Projekte wiederverwendbar macht", schoss die US-Raumfahrtbehoerde Nasa ab. Unter der Bezeichnung "Telemetry Processing Control Environment" (TPCE) hat sie einen Satz wiederverwendbarer Softwarekomponenten entwickelt, die sich zu Kontroll- und Ueberwachungssystemen fuer unterschiedlich konfigurierte Fernmessungssysteme zusammenstellen lassen. Notwendige Bedingung war von Anfang an, dass das Toolkit auf wechselnde Hardwarekomponenten und Anwenderforderungen eingehen kann.

Auch das passive OMG-Mitglied Mannesmann Datenverarbeitung GmbH (MDV) war unter den Finalisten. Es stellte ein GUI-Management- System fuer die Prozessautomation vor, dem es den Namen "Guiman" gegeben hatte. Wie der projektverantwortliche Leiter der Abteilung Softwaretechnologie, Wolfgang Rothe, erlaeutert, eignen sich klassiche PC-Oberflaechen kaum fuer den Einsatz in der Fertigung: "Die Operateure sind schliesslich keine ausgebildeten Windows- oder Motif-User." Zudem sei es im produktionsnahen Bereich notwendig, jede Plausibilitaet sofort bei der Eingabe zu ueberpruefen.

In die Endrunde gleich dreier Wettbewerbe hatte es die Swiss Telecom PTT, Bern, mit ihrem "Prozess-Manager" (PRM) geschafft. Das auf dem Object Request Broker (ORB) von Digital Equipment basierende System bildet die erste Stufe eines "Applikationsverbund" (APV) getauften Projekts, mit dem die vorhandenen Anwendungssysteme des Kommunikationsanbieters bis zum kommenden Juli integriert werden sollen.

Stumpfe Werkzeuge im Konkurrenzkampf

Dieser Ansatz ueberzeugte die Juroren so sehr, dass sie ihn nicht nur in der Wiederverwendungskategorie unter die ersten drei waehlten, sondern ihm darueber hinaus den Lorbeer bei den "OT- Applikationen von unternehmensweitem Ausmass" und den "Anwendungen, die vorhandene Systeme einbeziehen", aufsetzten. Den Ausfuehrungen von Adrian Turtschi, Sektionschef der Hauptabteilung Informatik, zufolge hofft die PTT, mit dieser Loesung unter anderem die Durchlaufzeiten der Auftraege zu verkuerzen, die Qualitaet der Dienstleistungen zu verbessern und die erforderliche Flexibilitaet fuer eine unmittelbare Unterstuetzung neuer Produkte sicherzustellen.

Auftraege wandern im Eiltempo durch den Betrieb

Vor allem im Hinblick auf die anstehende Liberalisierung des Schweizer Telecom-Markts hatten sich die alten Systeme als stumpfe Werkzeuge erwiesen. Komplexe Geschaeftsprozesse, organisationsgebundene Stand-alone-Anwendungen, Medienbrueche, Redundanzen von Funktionen und Daten sowie die daraus resultierenden Inkonsistenzen zwischen den Applikationen hatten zur Folge, dass die Kunden auch bei einfachen Auftraegen lange Wartezeiten in Kauf nehmen mussten.

Mit dem Applikationsverbund wollen die Schweizer nun eine einheitliche Sicht auf den einzelnen Kunden ermoeglichen, ergo ihre Dienstbereitschaft verbessern. Dazu beitragen soll ein Workflow- System, dessen Ablaufregeln jeden Auftrag im Eiltempo durch das Unternehmen befoerdern. Das wiederum wirkt sich nicht nur positiv auf die Kundenbeziehungen aus, sondern ermoeglicht es auch, neue Dienste schneller zu entwickeln.

Bei den "kostensparenden Loesungen mit Hilfe des Objektansatzes" tat sich vor allem das Debis Systemhaus, Stuttgart, hervor.Die Daimler-Benz-Tochter hatte fuer das Schwesterunternehmen Mercedes- Benz AG ein "Logistics Information System" (Logis) entwickelt, das sie als Instrument fuer die Analyse logistischer Informationen bezeichnet. Seinen Nutzen soll es bei der Verwaltung von Automobilteilen entfalten - in Gestalt von hochwertigen Informationen ueber Planung und Management des Lagerbestands sowie Werkzeugen fuer die Ueberwachung von Zielvereinbarungen.

Sein Misstrauen gegenueber Preisverleihungen dieser Art bekundete der Hauptredner des zweiten Konferenztages: Michael Brodie, Senior Staff Scientist bei der GTE Laboratories Inc., einem Telefon- Carrier mit Sitz in Waltham, Massachusetts, mokierte sich darueber, dass die Projekte, die bei solchen Anlaessen praemiert werden, meist weit von einer unternehmensweiten Bedeutung enfernt sind.

"Des Kaisers neue Kleider sind objektorientiert (und verteilt)" nannte Brodie seinen Vortrag, in dem er die Frage aufwarf, ob sich verteilte Objekte ueberhaupt fuer den Einsatz in grossen Anwendungen eignen. Seine Antwort lautet: "ja - aber".

Wir befinden uns, so Brodies These, erst am Anfang des Wegs, der zu den verteilten, kooperativen und objektorientierten Informationssystemen der Zukunft fuehrt. Mit den Augen des Autors Geoffrey Moore ("Crossing the Chasm") betrachtet, steckten die verteilten Systeme derzeit genau in der Spalte zwischen den "Early Adopters" und der "Early Majority". Und dort verschwaenden die meisten innovativen Techniken auf Nimmerwiedersehen.

Wenig Grund zum Optimismus

Der Mann, der in der OMG die Interessen des Mitgliedsunternehmens GTE vertritt, sieht derzeit wenig Grund zum Optimismus. Es gebe noch kein breites Verstaendnis fuer die Technik der verteilten Objekte, Theorie und Technologie wiesen keinerlei Zeichen von Reife auf, Erfolgsgeschichten hoere er aeusserst selten, die versprochenen Vorteile blieben unsichtbar. Zudem fehle ein Marktfuehrer bei der Infrastruktur, und gegenueber der Microsoft- Alternative seien die ORB-Loesungen der OMG-Mitglieder zu teuer.

Eigenen Angaben zufolge hat Brodie fast 200 verteilte Infrastrukturen in grossen Unternehmen untersucht. Die Ergebnisse bestaetigten seine pessimistische Einschaetzung. Ganze zwoelf Systeme seien laenger als ein Jahr im Einsatz, und keines davon laufe auf einer Corba-Implementierung. Die grossen Produktionssysteme benoetigten zudem einen asynchronen Messaging-Mode, um Performance, Zuverlaessigkeit und Flexibilitaet zu gewaehrleisten. Das synchrone Messaging, das die Common Object Request Broker Architecture (Corba) der OMG bevorzugt, ist, so Brodie, fuer die Architekten solcher Systeme "absolut" unzureichend.

Ralf Jungclaus, IT-Manager bei der Deutschen Telekom AG, Bonn, kennt Brodies Probleme. Auch er beklagt die mangelnde Unterstuetzung des asynchronen Messaging-Modus durch den Corba- Standard.

Jungclaus verfolgt die umfassende Vision, die der Amerikaner von den Anwenderunternehmen fordert: die vertikale und horizontale Integration der Softwaresysteme, die auf diese Weise auch funktionsuebergreifende Prozesse unterstuetzen sollen.

Heute seien die bei der Telekom eingesetzten Systeme oft monolithisch, klagt Jungclaus. Aufgrund der Aufteilung in separate Geschaeftseinheiten traeten Redundanzen und Konsistenzprobleme auf. Zudem orientierten sich die Anwendungen meist an Funktionen und nicht an Prozessen.

Dieses Manko offenbarte sich in dem Masse, in dem das Telekom-Netz und die darauf aufbauenden Dienste immer komplexer wurden. Zudem fordert die auch in Deutschland bevorstehende Deregulierung von den Unternehmen die Faehigkeit, individualisierte Massenservices anzubieten. Die teilweise schon vorhandene Konkurrenzsituation - "15 von 20 unserer Geschaeftsbereiche unterliegen bereits dem Wettbewerb", konstatiert Jungclaus - zieht die Notwendigkeit von Sparmassnahmen und einer kuerzeren Time-to-Market nach sich.

In der Objektorientierung sieht Jungclaus eine Loesung fuer diese Probleme. Das Konzept der Einkapselung stelle einen Strukturierungsmechanismus fuer Informationen und Dienste zur Verfuegung. Vererbung und Polymorphismus ermoeglichten es, vorhandene Systeme flexibel anzupassen und zu erweitern. Dadurch lasse sich nicht nur die Qualitaet der Anwendungen verbessern, sondern auch die Entwicklungsgeschwindigkeit.

Andererseits gebe es aber auch eine Reihe von Risiken, die sich vor allem aus dem Widerspruch zwischen den flexiblen Strukturen der objektorientierten Systeme und der Traegheit eines Grossunternehmens ergaeben. Ein Muss seien deshalb funktionstuechtige Kontrollmechanismen - sowohl fuer die Versionsverfolgung als auch fuer das Management der Komponenten und die Stabilisierung von Interfaces.

Zudem erfuellt die OT nach dem Dafuerhalten des Telekom-Managers noch nicht alle wesentlichen Anforderungen grosser Unternehmen: Die Integration existierender Systeme - von Brodie noch als eine der leichtesten Uebungen abgetan - sei alles andere als trivial, da es sich meist um unternehmenskritische Anwendungen handle. Echte Fachleute seien noch rar. Ausserdem fehlten Werkzeuge, mit denen sich verteilte Transaktionen handhaben liessen.

Als einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren hat Jungclaus die Unterstuetzung des IS-Managements ausgemacht. Es muesse die Wiederverwendung als strategisches Ziel proklamieren und den Aufbau eines internen Kompetenzzentrums fuer die Verwaltung und Pflege von Komponenten initiieren.

An diesem Brocken hat Jungclaus noch zu knabbern. Momentan beschaeftige sich bei der Deutschen Telekom eine "Guerilla-Truppe" von 15 bis 20 IT-Fachleuten mit der Corba-Technik. Vieles sei angedacht, aber kaum etwas verwirklicht. So ganz falsch liegt Brodie offenbar nicht.

Offene Worte und kraeftige Sprueche, aufgeschnappt auf der Object World Frankfurt '95

"Wir befinden uns in der ersten Phase eines zwanzig Jahre dauernden Uebergangs zur verteilten Datenverarbeitung." Michael Brodie, Senior Staff Scientist bei der GTE Laboratories Inc.

"Bei der Dokumentation gibt es nur drei Probleme: Sie wird nicht erstellt, sie wird nicht gepflegt, und sie wird nicht genutzt." Jim Arlow, Software-Architekt und OO-Propagandist bei British Airways

"Kaufen Sie keine Systeme, bei denen Sie keine Handlungsfreiheit haben; die integrieren Sie auch mit Corba nicht. In drei Jahren wird das Thema Nummer eins heissen: Wie binden wir die Legacy- Applikation SAP ein?" Adrian Turtschi, Chefinformatiker bei der Swiss PTT

"Wir haben heute noch darunter zu leiden, dass wir die Wiederverwendung anfangs nicht ernst genug genommen haben." Herbert Ehrlich, Systemanalytiker bei der BASF AG

"Die OMG kann auch eine Menge von uns lernen - von einem Unternehmen, das bereits seit hundert Jahren im internationalen Markt taetig ist."

Wolfgang Rothe, Abteilungsleiter bei der Mannesmann Datenverarbeitung

"Wir wollen dahin kommen, dass immer schon 90 Prozent der Anwendung existieren und wir nur noch die restlichen zehn Prozent entwickeln muessen." Ralf Jungclaus, IT-Manager im Dienstebereich der Deutschen Telekom