Plus 800 Mio. $ in USA
Siemens muss bis zu 400 Millionen Euro zahlen
Die möglicherweise auch in Deutschland bevorstehende Einigung in der Korruptionsaffäre bei der Siemens AG könnte den Münchener DAX-Konzern 300 Mio bis 400 Millionen Euri kosten. Der Industriekonzern stelle sich nach Angaben aus Aufsichtsratskreisen auf eine Geldbuße in dieser Höhe durch die Münchner Justiz ein, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
Der Leiter der Münchner Staatsanwaltschaft, Christian Schmidt-Sommerfeld, wollte sich am zum Stand des Verfahrens bei Siemens nicht äußern. Bei Siemens war eine Stellungnahme zunächst nicht zu erhalten.
Medien hatten bereits berichtet, dass Siemens nach der Einigung mit den US-Behörden offenbar auch in Deutschland kurz vor einer Verständigung mit den Ermittlern stehe. Das Bundesgericht in Washington hatte mitgeteilt, der Industriekonzern habe sich in den USA auf eine Strafzahlung von 800 Millionen Dollar geeinigt. Die abschließende gerichtliche Entscheidung wird noch diese Woche fallen. Unternehmenskreisen zufolge hat auch der Siemens-Aufsichtsrat eine Sondersitzung anberaumt.
Gegen Siemens wird in zahlreichen Ländern wegen Vorwürfen der Korruption ermittelt. Die Münchener Staatsanwaltschaft hatte wegen des Schmiergeldskandals auch Strafermittlungen gegen Siemens als Unternehmen aufgenommen. Das Landgericht München hatte dabei bereits eine Geldbuße von 201 Millionen Euro gegen den Konzern wegen schwarzer Kassen in der früheren Kommunikationssparte Com erhoben. Allerdings laufen weitere Ermittlungen wegen Schmiergeldzahlungen in anderen Konzernbereichen.
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Siemens hatte für die Verfahren in Deutschland und in den USA Rückstellungen von insgesamt eienr Milliarde Euro gebildet. (Dow Jones / rw)
















