04.02.2009 | 16:58 Uhr

Green IT und Open Source

Sun packt Software auf den CeBIT-Tisch

Desktop-Virtualsierung mit Sun.
Desktop-Virtualsierung mit Sun.

Open Source und Green IT - mit diesen Themen tritt Sun dieses Jahr auf der Cebit auf. Während "Green IT" vor allem die Kompetenz des Server-Anbieters bei zu konsolidiernden Serverinstallationen und Rechenzentren zeigen soll, dient "Open Source" dazu, den vollen Software-Sack zu öffen und Interessenten zu zeigen, welche Alternativen zu proprietären Lösungen ihnen Sun bieten kann.

Um seine Lösungen zu Green IT zu zeigen, mietet Sun in Halle 8 bei dem Branchenverband Bitkom ein. Sowohl ein aktuelles Projekt mit der Stadt Bad Soden als auch hauseigene Serverlösungen inklusive Thin Clients (Sun Ray) sollen zeigen, wie Strom und Administrationskosten gespart werden können. Das Unternehmen stellt Unix- und x86-Server als Rechenzentrums-Rechner vor sowie optimierte Administration (Sun Eco Services). Des Weiteren beteiligt sich Sun an der "Green IT World", einem zentralen Thema der CeBIT, mit Podiumssprechern und Diskutanten.

Auch für das Thema Open Source und Unternehmens-Software sieht sich Sun besser denn je gerüstet. Nicht nur wegen der Fortschritte bei der Datenbank MySQL und dem Java Applikations Server und ferner dem Betriebssystem Open Solaris, sondern allgemein auch wegen des neuen Stellenwertes, der Software bei Sun einnimmt.

Nachdem Open Source-Software die Ecke "missionarische Software" längst verlassen hat, wie Donatus Schmid, Suns Marketingchef sagte, bietet das Unternehmen einen ´"kompletten Open Source-Stack für unternehmenskritische IT" an. Dazu zählen Schmid zufolge Java und Netbeans, Entwicklerwerkzeuge und der Java Application-Server Glassfish, ferner die Lösung "Virtualbox", mit der Desktopvirtualisierung mittels VMware, Microsoft oder dem hauseigenen Hypervisor "xVM" "VirtualBox" möglich sind, sowie die Büropakete Open- beziehungsweise StarOffice.

Was das Sorgenkind Hardware betrifft, stellt Sun mit Sun Storage 7000 ein offenes Storagesystem vor. Es ist aus Standardkomponenten zusammengebaut. Seine Vorteile laut dem Unternehmen: Es besteht aus einem x86-Server und handelsüblichen Festplatten sowie SSD-Flashspeichern; es wird von Open Solaris gelenkt und baut auf offenen Protokollen auf. Insgesamt könnten Kunden laut Sun bis zu drei Viertel ihrer Storage-Kosten sparen.

So kommt es, dass Sun sich trotz Stellenabbau, roten Zahlen und der Finanzkrise optimistisch gibt. So sagte Thomas Schröder, Geschäftsführer von Sun Deutschland, die Zusammenarbeit mit dem Channel sei hervorragend, das Geschäft mit Mittelstandkunden verzeichne zweistellige Zuwachsraten und er sei sich sicher, Sun könne den Rückgang im traditionellen Highend-Geschäft durch neue kompensieren. Auch der Cebit-Auftritt werde das demonstrieren. (wl)

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