18.02.2010 | 13:50 Uhr

Pro und Contra Messeauftritt

CeBIT oder nicht CeBIT, das ist hier die Frage

Auch die CeBIT muss sich jedes Jahr rechtfertigen und beginnt schon während der Messe mit Auswertungen der Besuchszahlen von Fachpublikum auf der weltgrößten IT-Messe.

Knapp 28% der SAP Partner werden sich auf der CeBIT als Aussteller präsentieren. Dies hat die Studie Marketing Spending 2010 ergeben, die RAAD Research im Januar 2010 bei 86 deutschen SAP-Partnern durchgeführt hat.

RAAD Research fragte 86 SAP-Partner aus Deutschland, ob Sie an der CeBIT 2010 teilnehmen werden
RAAD Research fragte 86 SAP-Partner aus Deutschland, ob Sie an der CeBIT 2010 teilnehmen werden

Im Zuge der Marketingplanung stellen sich IT-Unternehmen jedes Jahr die Frage nach der optimalen Eventplanung. Jedes Jahr wieder stellen sie sich damit auch die Frage, ob die CeBIT dazu gehören sollte oder nicht. Dass große IT-Messen unter dem Rückgang von IT-Ausstellern leiden, sieht man deutlich am Verschwinden der Systems in München. Auch die CeBIT muss sich jedes Jahr rechtfertigen und beginnt schon während der CeBIT mit Befragungen und Auswertungen zu Anzahl und Qualität des Besuches von Fachpublikum auf der weltgrößten IT-Messe.


Mehr zur CeBIT lesen Sie hier:

CeBIT 2010

Gerade für kleinere Unternehmen bedeutet die Teilnahme an der CeBIT, dass ein großer Teil des jährlichen Marketingbudgets verplant ist. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an eine solche Veranstaltung im Hinblick auf konkrete Vertriebsleads und umso größer ist die Enttäuschung, sollten sich die Erwartungen nicht erfüllen.

Die CeBIT-Kontroverse

Gerade unter SAP-Partnern, so die Erfahrung von RAAD, wird die Teilnahme an der CeBIT sehr kontrovers diskutiert. Umso erstaunlicher ist, dass 28% der SAP-Partner als Aussteller auf der CeBIT auftreten werden. Damit erfährt die CeBIT immer noch eine große Resonanz bei den deutschen SAP-Partnern. Keine andere Messe wurde so häufig in der jährlich stattfindenden Befragung von RAAD zum Marketing Spending der SAP-Partner genannt wie die CeBIT. Die interviewten Geschäftsführer sowie Marketing- und Vertriebsleiter wurden allerdings auch gefragt, an welcher Messe sie 2010 nicht mehr teilnehmen werden, die sie noch 2009 als Aussteller besucht haben. Auch in dieser Kategorie ist die CeBIT führend, denn 13% der SAP-Partner haben in diesem Jahr von einer Ausstellung abgesehen. Sicherlich handelt es sich hierbei auch um eine natürliche Fluktuation, da nicht jedes Unternehmen jedes Jahr auf der CeBIT vertreten sein will. Es zeigt aber auch, wie kontrovers das Thema CeBIT in der SAP-Partnerlandschaft aufgefasst wird.

"SAP erleben"

SAP hat für dieses Jahr angekündigt, seinen Messeauftritt unter dem Motto "SAP erleben" deutlich zu verändern, indem der Einsatz von SAP-Technologie in lebensnahen Szenarien den CeBIT-Besuchern dargestellt werden soll.

Wenn man die Messekonzepte der Business-Software-Anbieter der letzten Jahre Revue passieren lässt, die sich hauptsächlich in der Farbgestaltung unterschieden, klingt die Ankündigung vielversprechend, Softwaretechnologie greifbar und dadurch begreifbarer zu machen. Gerade für Nicht-IT'ler, deren Einfluss auf Softwareentscheidungen deutlich zugenommen hat, ist dies eine wünschenswerte Entwicklung.

Neben der inhaltlichen Neuorientierung, die aus Sicht der SAP das eigene Image als Innovationsführer aufpolieren soll, haben die Walldorfer durch die Platzierung der SAP-Worldtour deutlich mehr Raum auf dem Messegelände belegt. Im Hinblick auf vielfach reduzierte Reisebudgets von Unternehmen ist dies sicherlich ein sinnvolles Vorgehen, von dem sowohl SAP als auch die CeBIT profitieren können. (Computerwoche) (wl)

Über RAAD Research

RAAD Research erstellt Marktstudien und Analysen im Umfeld von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware. Die relevanten Markttrends in Bezug auf Softwaresysteme, Infrastruktur und IT-Dienstleistungen werden durch empirische Marktforschung auf wissenschaftlich fundierter Basis ermittelt, analysiert und verständlich aufbereitet.

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Warum hat die CeBIT nicht mehr die gleiche Bedeutung wie früher?
(Umfrage vom 25 Februar 2010)

Weil Messen allgemein an Attraktivität verloren haben.
Weil die Zukunft Spezial- oder Hausmessen gehört.
Weil man sich öfters auch außerhalb von Messen trifft.
Weil neue Technologien wie Webcasts Vor-Ort-Veranstaltungen z.T. überflüssig machen.
Wieso? Die CeBIT ist nach wie vor DIE Messe für die IT-Branche!
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