EU-Regelungen gefordert
"Die Problematik besteht darin, dass Computer nicht gleich Computer ist", betont Gröger. Denn die Hardwareausstattung kann nicht zuletzt bei verbrauchsintensiveren Komponenten wie Grafikkarten stark variieren. Im Vergleich dazu seien Energieeffizienzklassen beispielsweise bei Kühlschränken leicht zu definieren, da hier beim Vergleich einfach das Kühlvolumen berücksichtigt werden kann. Dementsprechend erwartet der Experte, dass es noch ein bis zwei Jahre dauern wird, ehe die EU Labels auch für Computer vorschreibt.
Die Umweltschützer fordern jedenfalls, dass die EU eine verpflichtende Kennzeichnung nach dem Top-Runner-Standard umsetzt. Das bedeutet, dass immer nur die aktuell energieeffizientesten Geräte auch die Bestbewertung bekommen können, während besonders ineffiziente Modell vom Markt genommen werden müssen.
"Sowohl die Verbraucher als auch das Klima profitieren, wenn die größten Stromfresser erst gar nicht in den Handel gelangen", betont Christian Noll, Experte für Energieeffizienz vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Positiv sei indes, dass die EU für 2010 neu auf den Markt gebrachte Computer und andere Geräte Höchstgrenzen für den Standby-Verbrauch vorschreibt. (pte/rw)
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