01.03.2010 | 13:58 Uhr

Zur CeBIT 2010

Devolo reduziert Partnerstufen und Distributionskanäle

Heiko Harbers, Vorstand Devolo AG:
Heiko Harbers, Vorstand Devolo AG: "Der Erfolg hat den Aufwand für das alte Partnerprogramm nicht gerechtfertigt."

Kaum ein Jahr nach der Einführung unterzieht Powerline-Spezialist Devolo zur CeBIT 2010 sein Partnerprogramm einer radikalen Schlankheitskur: Statt vier gibt es ab sofort nur noch eine Partnerstufe, die Unterteilung in Business- und Consumer-Partner entfällt genau so wie die Vereinbarung von Umsatzzielen und die zwingende Zertifizierung für Partner, die Business-Produkte verkaufen wollen.

Devolo-Vorstand Heiko Harbers nennt gegenüber ChannelPartner den Hauptgrund für diese Entscheidung "Der Erfolg des alten Partnerprogramms hat den Aufwand nicht gerechtfertigt." Zwar habe man im vergangenen Jahr rund 100 Fachhändler für den Verkauf der Business-Produkte geschult, aber mehr und mehr Fachhändler setzten diese auch ohne große Trainings ein. "Die Differenzierung in Business- und Consumer-Partner hat sich im Markt einfach nicht so ergeben."

Zukünftig erhalten deshalb alle Reseller nach einer Registrierung und der Unterschrift unter die Partnervereinbarung Zugang zum Devolo-Partnerportal. Dort können sie unter anderem POS-Material bestellen, Projekt-Handbücher - Solution Guides genannt - einsehen und Testmuster anfordern. Derzeit ist das Portal allerdings noch auf dem alten Stand. Der Umbau soll in den kommenden Wochen vonstatten gehen.

Neben Informationen und Werbe-Material erhalten registrierte Partner zusätzliche Rabatte auf die Distributionspreise. "Wir wollen damit den zeitlichen und monetären Aufwand honorieren, den ein Partner in uns investiert", sagt Harbers. Wie hoch dieser Rabatt sein wird, sei noch nicht endgültig beschlossen, es werde sich aber um "ein paar Prozentpunkte" handeln. Zukünftig sollen auf der Devolo-Homepage auch nur noch registrierte Partner als Bezugsquellen genannt werden.

Ein weiterer Vorteil für dLAN-Partner ist die Unterstützung durch Devolo bei komplexen Projekten, beispielsweise der Vernetzung in Hotels und Krankenhäusern über Antennen-, Strom- oder Telefonleitungen: "Diese Installationen sind mit Standard-Netzwerk-Know-how kaum zu bewerkstelligen", sagt Harbers.

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Mit der Vereinfachung des Partnerprogramms reduziert der Hersteller auch seine Distributionskanäle. Zukünftig wird es Devolo-Produkte nur noch über Actebis, B.com, Ingram Micro, Tech Data und Wortmann geben. "Wir wollen mit der Verringerung der Distributionspunkte die Marge wieder auf ein sinnvolles Niveau heben", begründet Harbers diesen Schritt. Bei der Breite der bisherigen Distributionskanäle sei die Preishoheit über die Produkte nur noch schwer zu realisieren gewesen. (haf)

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