23.08.2011 | 13:19 Uhr

Erfahrungsbericht eines IT-Dienstleisters

Reale Geschäftschancen mit Office 365

Microsoft gab den Testern von Office 365 nur wenig Zeit, um es auszuprobieren - zehn Wochen, um genau zu sein. Länger dauerte die öffentliche Betaphase nicht. Kurz darauf, im Juni 2011, erschien die finale Version.

Wie andere Microsoft-Gold-Partner auch, hatten wir von der Conciety AG allerdings schon vorab die Möglichkeit, das neue Exchange sowie SharePoint und Lync unter die Lupe zu nehmen und erste Applikationen zu installieren. Gemeinsam mit unseren Kunden suchten wir nach geeigneten Möglichkeiten, Office 365 in Unternehmen einzusetzen und in das Geschäftsmodell zu integrieren. Nachfolgend möchten wir unsere gesammelten Erfahrungen preisgeben.

Die Vorbehalte gegenüber Cloud Computing sind hinreichend bekannt. Demnach gingen wir davon aus, dass unser Vorschlag, Office 365 einzusetzen, bei unseren Kunden zunächst keinen Zuspruch finden würde. Wir waren angenehm überrascht, als wir feststellten, dass sie gar keine Berührungsängste haben.

Vielmehr hatten sie sich bereits Gedanken darüber gemacht, ob sie Exchange, SharePoint und Lync aus der Cloud beziehen und wie sich gegebenenfalls die bereits vorhandenen On-Premise-Umgebungen erweitern lassen. Wie gestaltet sich fortan der Kontakt mit Geschäftspartnern? Können auch freie Mitarbeiter eingebunden werden? Können die eigenen Mitarbeiter auch mit mobilen Geräten auf unternehmenskritische Daten zugreifen?

Derartige Überlegungen spielen im Rahmen der Entscheidungsfindung eine sehr große Rolle. Freilich sind Diskussionen über Sicherheit, Vertrauenswürdigkeit, Abhängigkeit und Stabilität beileibe nicht vom Tisch, und es ist auch weiterhin anstrengend, sie zu führen. Aber sie verlaufen mittlerweile weitgehend sachlich - das war nicht immer so.

"Eat your own dogfood"

Microsoft setzt neue Produkte erst einmal den eigenen Mitarbeitern vor, ehe sie Partnern überlassen und schließlich an Kunden verkauft werden - das Prinzip ist unter der Bezeichnung "Eat your own dogfood" bekannt. Auch wir haben uns daran gehalten und zunächst einige Dienste, die wir hausintern nutzen, in die Wolke verschoben. Unsere Mitarbeiter sollten sich daran gewöhnen, Gebrauch von den gebotenen Möglichkeiten zur besseren Zusammenarbeit zu machen. Oder anders gesagt: Cloud Computing sollte auch bei der Conciety AG zum Alltag werden.

Natürlich haben wir uns des Öfteren über Fehlermeldungen geärgert. Wir haben Funktionen vermisst, die auf lokalen Servern bisher stets zur Verfügung standen. Wir alle hätten uns eine bessere Dokumentation gewünscht. Aber das sind alles ganz normale Probleme in einer Betaphase. Kurzum: Wir sind von Office 365 begeistert! Bisher war stets eine zeitraubende Installation der Server notwendig - nun fällt sie weg.

Das Zusammenspiel von Exchange, SharePoint und Lync funktioniert einwandfrei. Externe Mitarbeiter lassen sich mühelos einbinden. Die Kommunikation mit Kunden sowie die Zusammenarbeit mit Partnern gestalten sich nun einfacher. Wir könnten diese Aufzählung noch fortsetzen, denn irgendwie konnte jeder von uns sein ganz persönliches Highlight in Office 365 finden.

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Können Ihre Kunden etwas mit dem Begriff "Office 365" anfangen?
(Umfrage vom 26 September 2011)

Aber sicher! Was aber nicht heißt, dass jeder davon gleich begeistert ist.
Teil, teils. Es gibt sowohl Experten als auch Ahnungslose.
Kaum. Meistens muss ich ihnen erklären, was sich dahinter verbirgt.
Cloud-Services interessieren niemanden meiner Kunden.
Ich wüsste selbst gerne, was das eigentlich ist.
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