Cloud-Services, Kosten und Visionen
6 Irrtümer bei der Cloud-Integration

Einzelne Konnektoren statt Integrationsstrategie, versteckte Kosten: Der Folgeaufwand von Cloud Computing ist laut Anbieter Talend oft höher, als CIOs vermuten.
von Andreas Schaffry
Cloud Computing, ob als Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) oder Software as-a-Service (SaaS), wird die Unternehmens-IT nachhaltig verändern. Jeder IT-Verantwortliche muss sich damit ernsthaft auseinandersetzen.
Cloud-Lösungen steigern Integrationsbedarf
Firmen, die bestehende On-Premise-Installationen um Cloud-basierte Lösungen ergänzen, haben jedoch einen immensen Integrationsbedarf. Die Anzahl voneinander getrennter IT-Systeme steigt. Dadurch multiplizieren sich die Integrationspunkte. Es entstehen hybride IT-Umgebungen aus private und public Clouds, On-Premise-Komponenten und SaaS, die IT-Landschaft wird heterogener. Bei der Einbindung der verschiedenen Lösungen und Technologien können CIOs viel falsch machen. Talend, ein US-Anbieter von Open-Source-Middleware, hat die sechs größten Irrtümer und Fehleinschätzungen bei der Cloud-Integration in einem Whitepaper zusammengestellt.
Fehler eins: Die Cloud-Integration bleibt punktuell
Die meisten Cloud-Anbieter stellen für die Einbindung ihrer Cloud-Produkte in On-Premise- oder Cloud-basierte Anwendungen und Datenbanken freie oder kostengünstige Konnektoren zur Verfügung. Damit lösen CIOs zwar kurzfristig ein spezifisches Problem, gleichwohl sind diese kein Ersatz für eine umfassende Integrationsstrategie.
Im Gegenteil: Eine solche Punkt-zu-Punkt-Integration erhöht die Komplexität der IT-Landschaft und erschwert deren Management. Darüber hinaus sind mit einer Teilintegration Kompromisse im Hinblick auf Modellierung, Design, Orchestrierung und Metadaten verbunden.
Fehler zwei: Integration funktioniert nur mit Cloud-Services
Anbieter von Cloud-basierten Integrationslösungen positionieren ihre Out-of-the-Box-Produkte als den besten Weg, um On-Premise-Landschaften mit Cloud Services zu verknüpfen oder Cloud-Dienste und Cloud-Applikationen miteinander zu verbinden. Solche Angebote stellen aber keine voll ausgereiften Integrations-Tools für On-Premise-Landschaften zur Verfügung.
In dieser Hinsicht sind die Tools kaum besser als die punktuellen Lösungen von Software-as-a-Service-(SaaS) oder Platform-as-a-Service-(PaaS)Anbietern.
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