19.06.2012 | 08:59 Uhr

"Surface"

Microsoft steigt ins Tablet-PC-Geschäft ein

Steve Ballmer bei der Surface-Präsentation gestern Abend in Los Angeles
Steve Ballmer bei der Surface-Präsentation gestern Abend in Los Angeles
Steve Ballmer bei der Surface-Präsentation gestern Abend in Los Angeles

Die Spekulationen haben ein Ende. Gestern teilte der Software-Hersteller seinen Einstieg als Hersteller im Tablet-PC-Markt mit. Der weltgrößte Software-Konzern bringt einen eigenen Herausforderer für das iPad heraus. Doch der Vorsprung von Apple ist riesig und das Unterfangen kann für Microsoft auch gefährlich werden. Microsoft will die Dominanz von Apples iPad brechen und steigt dazu selbst ins boomende Geschäft mit Tablet-Computern ein. Microsoft-Chef Steve Ballmer stellte die schlanken und leichten eigenen Rechner mit dem Namen "Surface" am Montag in Los Angeles vor.

"Der Surface ist ein PC. Der Surface ist ein Tablet. Und der Surface ist etwas ganz Neues", verkündete Ballmer. Es ist ein Wendepunkt für Microsoft: Üblicherweise verkauft der Konzern nur sein Windows-Betriebssystem, die Computer bauen dann PC-Hersteller wie Hewlett-Packard oder Dell.

Die Microsoft-Tablets sind in etwa so groß wie ein iPad, haben aber einen etwas breiteren 16:9-Bildschirm mit einer Diagonale von 10,6 Zoll (26,9 cm) sowie einen USB-Anschluss und einen Einschub für MicroSD-Speicherkarten. Auffälligste Besonderheiten sind der eingebaute Ständer und der abnehmbare Bildschirmschutz, der über eine vollwertige Tastatur samt Touchpad verfügt. Die Variante "Type Cover" hat klassische Klick-Tasten, das Modell "Touch Cover" ist etwas dünner durch eine berührungsempfindliche Oberfläche. Tastatur-Cover gibt es auch für das iPad, aber Apple überlässt dieses Geschäft den Zubehör-Anbietern.

Es gibt zwei Surface-Typen: Das leistungsstärkere und dickere Gerät "Surface Pro" - eher eine Konkurrenz für das Ultrabook-Konzept - läuft mit einem Intel-Prozessor und der PC-Variante von Windows 8, der dünnere und leichtere Bruder "Surface" mit dem für mobile ARM-Prozessoren optimierten Ableger Windows RT. Beide Geräte bekommen Microsofts Office-Bürosoftware. Mit einem Gewicht von 676 Gramm und einer Dicke von 9,3 Millimetern liegt die RT-Variante auf Augenhöhe mit der dritten iPad-Generation.

Apples iPad ist auch gut zwei Jahre nach dem Start der ersten Version das Maß der Dinge auf dem stark wachsenden Tablet-Markt. Die Marktforscher der IDC gehen davon aus, dass in diesem Jahr 107,4 Millionen Tablet-Computer verkauft und davon 62,5 Prozent von Apple stammen werden. Der Großteil der restlichen Geräte läuft mit Googles Betriebssystem Android. Microsoft muss praktisch bei Null anfangen.

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Microsoft will im Herbst eigene Tablet-PCs namens "Surface" herausbringen: Was halten Sie davon?
(Umfrage vom 18 Juni 2012)

Endlich ein ebenbürtiges Konkurrenzprodukt zu Apples iPad.
Erst mal abwarten, ob das wirklich die große Nummer wird. Angekündigt wird immer viel.
Das dürfte Microsofts Hardware-Partner (z.B. Dell, HP, Acer, Lenovo, Samsung) nicht gefallen.
Mir egal, ob iPad oder Windows-Tablets: Ich stehe auf Android!
Tablet-PCs braucht doch kein Mensch.
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