Software-Piraterie
Deutsche "sparen" sich Lizenzgebühren
Hier haben noch Software-Reseller einiges zu tun: Der Anteil illegal genutzter Software ist 2009 in Deutschland von 27 auf 28 Prozent gestiegen. Das heißt, fast jedes dritte Softwarepaket wird in Deutschland ohne eine gültige Lizenzvereinbarung genutzt.
Das ist das Ergebnis der siebten Global Piracy Studie, die IDC im Auftrag der Business Software Alliance in über 100 Ländern weltweit durchgeführt hat. Demnach wurden alleine in Deutschland 2009 Programme im Wert von 1,35 Milliarden Euro raubkopiert, weltweit wird sogar Software im Wert von 51,4 Milliarden Dollar unberechtigter Weise eingesetzt.
Softwarehersteller werden von diesem gestiegenen Anteil an Raubkopien in Zeiten der Rezession besonders hart getroffen, denn auch der Gesamtmarkt für Software schrumpfte im Krisenjahr 2009.
Die Entwicklung in Deutschland und der EU
Was die unzulässige Nutzung von Software betrifft, da nimmt Deutschland weltweite eine Sonderstellung ein: Als eines von nur 19 Ländern weltweit (von den über 100 untersuchten) musste Deutschland eine Erhöhung der Softwarepiraterie-Rate verzeichnen. In der EU wird nur in Frankreich noch mehr Software missbräuchlich benutzt: Bei unserem westlichen Nachbarn liegt die Raubkopie-Rate bei sagenhaften 40 Prozent, diese Software entspricht nicht lizenzierten Erlösen in Frankreich von 1,7 Milliarden Euro.
In der Europäischen Union liegt die durchschnittliche Piraterierate bei 35 Prozent, was einem unlizenzierten Software-Umsatz in Höhe von 8,3 Milliarden Euro entspricht. Die niedrigste Rate in der EU hat mit 21 Prozent Luxemburg die höchste der westlichen Länder (wen wundert's!) Griechenland mit 58 Prozent!
















