Freiwillig und unfreiwillig
Die prominenten Also-Actebis-Abgänge (Bildergalerie)
Dass die Fusion zwischen Also und Actebis ganz ohne personelle Konsequenzen abgehen würde, haben nicht einmal die Berufsoptimisten der Branche geglaubt. Trotzdem wurde von der Also-Actebis-Führung immer wieder betont, dass ein Personalabbau nicht im Vordergrund stehe. "Warum sollen wir Leute entlassen, die wir dringend benötigen?", fragte im Februar noch der damalige Deutschland-Chef Michael Dressen, der mittlerweile selbst das Handtuch geworfen hat.
Wie viele Mitarbeiter in Soest, Straubing, Osnabrück und den anderen Also-Actebis-Standorten auf der Strecke geblieben sind, darüber schweigt sich der Konzern aus. Der Distributor kommt jedenfalls nicht aus den Schlagzeilen, weil neben den Mitarbeitern, denen ein Abgang nahe gelegt wurde, nun auch prominente Manager freiwillig auf das Also-Actebis-Engagement dankend verzichten, wie die Beispiele Thomas Kasper oder Michael Dressen zeigen.
Die Konzernführung würde lieber heute als morgen die Diskussion verstummen lassen. Doch einfach nur zu erklären, es gebe "keine weitere Personaldiskussion" (Konzernleitungsvorsitzer Klaus Hellmich im CP-Interview), wird nicht reichen, um wieder Ruhe in das Unternehmen zu bringen. (awe)
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