15.12.2008 | 12:34 Uhr

Channel Champion VAD

TLK will der Nische entfliehen

Das Münsteraner Unternehmen TLK gewann in diesem Jahr den Channel Champion-Award in der Kategorie Value-Add-Distribution. ChannelPartner warf einen Blick hinter die Kulissen dieses VADs.

Das Münsteraner Team von TLK posiert für ChannelPartner. Oben in der Mitte: Mitbegründer und Geschäftsführer Eugen Twickler.
Das Münsteraner Team von TLK posiert für ChannelPartner. Oben in der Mitte: Mitbegründer und Geschäftsführer Eugen Twickler.

Der November 2008 war der Monat der Preise für TLK: Erst kürten die ChannelPartner-Leser den VAD zum Channel Champion des Jahres, dann folgte ein paar Tage später die Auszeichnung durch dessen größten Lieferanten, als Juniper das Unternehmen zum "besten Infrastruktur-Distributor 2008" ernannte.

Das Angebot von TLK

Firewall/UTM: Astaro, Funkwerk, ISS, Innominate, Juniper, SecureGuard

Identitiy-Management: Kobil, Infoblox

Routing/Switching: Consentry, D-Link, Juniper

WLAN: Funkwerk, Trapeze

Mail-Security/Archiv: Borderware, Reddoxx

WAN Acceleration/Security: Exinda, Infoguard, Juniper

VoIP/Videoconferencing: Funkwerk, Lifesize, Innovaphone

Monitoring: Azeti

Virtualisierung: Parallels

TLK ist ein Spezialdistributor, der sich seit seiner Gründung im Jahr 1996 aus der Nische "Acess/Routing/Switching" zu einem breit aufgestellten VAD gemausert hat: Mittlerweile reicht das Portfolio vom Gateway-Schutz bis Videokonferencing (siehe Kasten); zudem bietet der Grossist seinen Händlern eine stattliche Reihe an Marketing-, Finanzierungs- und Serviceleistungen, und die Zahl der Niederlassungen hat sich auf drei erhöht: Der Hauptsitz heißt nach wie vor Münster, dazu firmiert TLK seit einigen Jahren auch in München und Berlin. Das Wachstum drückt sich auch in Zahlen aus: 2005 erzielte TLK nach eigenen Angaben noch einen Jahresumsatz von 13,5 Millionen Euro, 2008 werden es voraussichtlich 28 Millionen Euro sein. Derzeit beliefert TLK mit seinen aktuell knapp 50 Mitarbeitern pro Quartal rund 1.000 deutsche Reseller.

Bleibt für den Moment nur wenig zu kritisieren: Zu nennen wäre höchstens die starke Abhängigkeit des Distributors vom Netzwerkspezialisten Juniper: TLK erzielt 50 Prozent seines Umsatzes mit dem Vertrieb von Juniper-Produkten. Das Portfolio des VADs ist sonst breit gefächert: Mit seinem Sortiment deckt TLK so ziemlich jedes Feld ab, das es im Bereich der Hardware-bezogenen IT-Security gibt. Und mit Lifesize führt TLK seit einigen Wochen eine Videokonferencing-Lösung - ein Schritt, der für den VAD den Start in das Geschäftsfeld IP-Kommunikation bedeutet. Hierzu hatte TKL sogar eine neue Business Unit gegründet und eigene Mitarbeiter eingestellt. Geschäftsführer Martin Twickler: "Die ITK-Konvergenz bietet im IT-Security-Umfeld, etwa wegen des Bandbreitenmanagements und der nötigen Sicherheitsvorkehrungen, ganz neue Möglichkeiten für Reseller."

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