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Ein Schwein, ein Preis, ein Händler
Ist das ein Schweinepreis oder bloß ein Schnäppchen? Dr. T. ist ratlos. Foto: Beate Wöhe Sehr geehrter Dr. T., schon vor Jahren habe ich Sie auf die skandalösen Schweinepreise im Internet aufmerksam gemacht. Warum hat es so lange gedauert, bis ChannelPartner endlich reagiert? Ich befürchte, es handelt sich um ein bedauerliches Missverständnis. Ich dachte nämlich, Sie meinten die "Schweinepreise im Internet" und habe mir damals ein Schwein, wenn nicht sogar einen Wolf recherchiert – soweit die Pflege meiner eBay-Powerseller-Verantwortlichkeiten bei gleichzeitiger konsequenter Quernutzung von Youporn-Inhalten es eben zuließ. Ich konnte aber beim besten Willen keinen Skandal finden – und ich habe einen sehr schönen Willen! Die Schweine waren im Internet nicht billiger als anderswo. So kostete das Kilo Schweinemett bei Wal-Mart damals gerade einmal 1,99 Euro, ganz nach dem Motto: "Nur selbst überfahren ist billiger". Auch der Verzehr mehrerer online erworbener Schweinehälften, der mir als muslimischem Vegetarier äußerst schwerfiel, brachte mich nicht weiter. Nach mehrjähriger vergeblicher Recherche dachte ich mir schließlich: "Ich bin diesem Leser herzlich dankbar für seine Hinweise, kann aber seine Echauffage beim besten Willen nur mit Mühe nachvollziehen." Na ja, in Wirklichkeit dachte ich: "blöder Querulant", aber das würde ich natürlich nie zugeben. Es kann aber auch sein, dass das Schweinepreis-Problem so lange von mir unentdeckt blieb, weil ich schon seit Jahren nur noch im Internet einkaufe. Zum Händler zu fahren ist einfach viel zu lästig – überall Staus und die ewige Parkplatzsuche –, und dabei habe ich noch nicht mal ein Auto. Als Mitarbeiter eines Reseller-Magazins fühle ich mich natürlich dennoch dem deutschen Fachhandel verpflichtet und rate allen meinen Freunden, bei jeder Neuanschaffung denselben aufzusuchen. Auch jener Bekannten, die sich eine Digitalkamera kaufen wollte, gab ich diese Empfehlung. Hier ihr Feedback im Original-Wortlaut: "Beim Händler xx war ich am letzten Samstag und eher enttäuscht von der 'Nicht-Beratung'. Der Mann hat mir nur eine Kamera hingeknallt und kaum was erklärt." Gut so, dachte ich bei mir, dieser Fachhändler versteht sein Geschäft. Es hätte sich ja bei meiner Bekannten um eine dieser gefürchteten Smart-Shopperinnen handeln können, die einen vorsätzlichen Beratungsraub durchführen wollte. Wie gemein Frauen sein können, wissen wir spätestens, seit Boris Becker in der Besenkammer einem Samenraub zum Opfer fiel. Noch schlimmer als die Smartshopper, Grauimporteure und WKZ-Verheizer sind aber die UdHs. Wie, die kennen Sie nicht? Dabei hat doch jeder mindestens einen dieser Typen in seiner Verwandtschaft oder seinem Freundeskreis. Ein UdH kann alles "Unter der Hand" besorgen – egal, ob Fernseher, Auto, Haus, Frau, Atomrakete oder Wahlsieg. Er kennt nämlich immer einen, dessen Schwippschwager seine Frau deren Arbeitskollegin ihr Bruder mal mit einer zusammen war, deren geschiedener Mann vor Jahren mal eine Frau überfahren hat. Deren Stiefsohn aus dritter Ehe "kennt den Chef da und hat mir einen Super-Preis gemacht". Ich finde, die UdHs sind die wahren Feinde des Fachhandels, die mit aller Schärfe bekämpft werden müssen – notfalls sogar mit der Schweinegrippe. Meint Ihr Dr. T. Dr. T.'s ignorante Nichtbeachtung der größten Fachhändlernöte lesen Sie ab und zu in ChannelPartner und online bei Guenstiger.de – nein, Quatsch: im CP forum natürlich. Beschimpfungen werden unter sprechstunde@channelpartner.de gerne entgegengenommen. |
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