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Sehr geehrter Herr Sicking,
ich schätze die Situation ein wie Sie. Vorbei die goldenen Zeiten, in denen es genügte, ein animiertes Gif auf die Homepage zu bringen und eine Emailadresse zu haben. Neben den technischen Anforderungen sind auch noch erhebliche juristische hinzugekommen. Sie führen auch treffende Mustershops an, jedoch finde ich den Vergleich "Ladengeschäft braucht keinen Flächenmarkt" nicht passend. Da ich Ihrer Feststellung eigentlich nichts hinzufügen brauche, möchte ich bei dieser guten Gelegenheit die umgekehrte Frage stellen: Braucht ein Onlinehändler ein Ladengeschäft? Leider habe ich hierzu keine so eindeutige Antwort parat. Einen echten Laden als Bestätigung des virtuellen Shops fände ich aber auf jeden Fall vorteilhaft als vertrauensbildende Maßnahme und Imageaufwertung. Wobei hier jedoch genauso umgekehrt zutrifft, daß man nicht auf zwei Hochzeiten mit voller Power tanzen kann. Zufälligerweise kenne ich einen im Internet sehr erfolgreichen Einzelhändler mit Ladengeschäft ( Elektrobranche ), der sagt, ohne seinen Onlineshop hätte er seinen Laden schon längst zusperren müssen. Sofern es also nur um den Verkauf von Waren geht, scheint sich die Frage aufzutun, ob Einzelhändler Ihren Warenverkauf auf Internet umstellen müssen, um auch morgen noch konkurrenzfähig zu sein, und ihr Ladengeschäft aus Imagegründen weiterpflegen. Dies dürfte nach meiner Einschätzung die optimale Voraussetzung für einen erfolgreichen Onlineshop sein. Nochwas: Immer kürzer werdende Produktzyklen und immer größere Produktvielfalt machen ein Ladengeschäft schier unmöglich. Es bleibt eigentlich gar keine andere Wahl als 20.000 Produkte nur virtuell anzubieten und von Distributoren versenden zu lassen. Fazit: Ein Ladengeschäft im herkömmlichen Sinne kann es bei dieser Situation gar nicht mehr geben. Herzlichen Gruß Richard |
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Sehr geehrter Herr Sicking,
von meiner Seite her etwas mehr als "quick and dirty". Vor ein paar Jahren hat sich ein Katalogversender in gelb/grün aufgemacht, den reinen Warenhandel in den Fokus zurück und war eigentlich als regionales Systemhaus aufgestellt und präsent. Dieses Unternehmen hat in kurzer Zeit den eigenen Onlineshop mit Produkten als zentralen "door-Opener" zum Kunden verwendet und später eCommerce daraus gemacht. Und das nicht regional ! Heute ist dieses Systemahaus laut "Fachzeitungen" die "Nr 1" der Branche. Wenn Sie sich von dieser "Nr1" des Systemhausgeschäftes den Anteil der Handelsware am Gesamtumsatz ansehen, dann sollten Sie beim nächsten Marathon diesem Vorstand nicht empfehlen, seinen Onlineshop als regionaler Dienstleister zu schliessen und sich auf die regionalen Bedürfnisse einzustellen ;-) Wie aber gewinne ich hier als regionaler Partner, ohne diese Invests tätigen zu müssen, die gerne so "sexy" beschrieben werden. Hersteller wie Acer, Lenovo, Toshiba, IBM und andere vernetzen mittlerweile Ihre regionalen Partner samt der Distribution, um nicht immer Preiskämpfe eingehen zu müssen, wenn stets BILLIGSTE schreit...kauf mich....denn dass wird auf Dauer keiner Marke und Partner guttun, wenn stets der BILLIGSTE nur bereit ist...zu SCHREIEN. Zudem kommt laut Google dass mittlerweile 2/3 aller Suchanfragen wie folgt lauten " Markenname" und "Region" und erlauben Sie mir hierzu Ihnen folgenden Input über den Tellerrand zu liefern....90% unseres Lebens spielt sich im Umkreis von 20km ab und 80% aller Ehen in Deutschland wurden zwischen Menschen geschlossen, die sich im Umkreis von 50 km kennen und lieben gelernt haben....jaja, die regionale Interessen boomen wieder oder sind Sie noch nie einer regionalen Schönheit erlegen...;-) sprich....regionaler Partner hat sich im Web "sexy" dargestellt und prompt finde ich diesen vor meiner Haustür....das ist doch verlockend.... Daher mein Fazit. Rechtssichere Shops, eine komplette Vernetzung von Marke um Reichweite und regionale Bekanntheit zu erlangen, diese vernetzt mit einem "sexy" Ladengeschäft und regionale Businesspartner werden hier die Gewinner sein. Verlierer wird sein, wer grundsätzlich einen Onlineshop in Frage stellt. Die Aufmerksamkeit der Fachhändler sollte in Richtung...WO finde ich diese Lösungen und wer hilft mir dabei erfolgreich zusein. Eine Info hierzu: Die "leisen Gewinner" von regionalen Onlineshops werden am 19.03.2007 auf der CeBit im Planet Reseller auf dem Stand H104 gekührt. Eines Herr Sicking, bitte ggf nicht anfangen mit....das müssen Sie so sehen, da wir dieses Business Modell anbieten. ;-) Ihr Andy Altmeyer www.aeins.de |
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Hallo Herr Altmeyer,
"das müssen Sie so sehen, da wir dieses Business Modell anbieten. ;-) " Sorry, natürlich müssen Sie das so sehen, aber alleine deswegen ist Ihre Einschätzung noch lange nicht falsch. Im Grunde zeigen Sie am eigenen Besispiel und mit Ihren Kunden, wohin der Zug fährt oder gar schon angekommen ist. Ihre Feststellung deckt sich im Grunde mit meiner, als ich sagte: "Fazit: Ein Ladengeschäft im herkömmlichen Sinne kann es bei dieser Situation gar nicht mehr geben." Bevor man hier anfängt zu streiten, wer nun Recht habe, möchte ich hervorheben, daß jeder in seinem Zusammenhang Recht hat und eines das andere nicht unbedingt ausschließt. Es bleibt zu hoffen, daß die Handelslandschaft so heterogen bleibt, daß alle Vertriebsmodelle und -kombinationen Platz haben und damit für Bewegung in vielen Kanälen sorgen. Das "Marke-Hersteller-Händler vor Ort-Modell ist bestimmt nicht die einzige und hoffentlich nicht die Endlösung für den Handel. Wieso übrigens "quick and dirty". Erwarten Sie hier eine Doktorarbeit von einem Redakteur. Mit seiner bekannt provokanten Art hat er eine Frage aufgeworfen, deren Antwort wohl jeden Händler brennend interessiert, da es mittlerweile eine größere Investition für den Schritt ins Internet darstellt. Und letztlich wird doch die Fahigkeit des Unternehmers und sein Umfeld, das er richtig beackert über Erfolg entscheiden - egal ob mit oder ohne Onlineshop - und da sind eigentlich immer die erfolgreich, die eigene und neue Wege wagen, ohne auf die Allerweltsweisheiten von Beratern zu hören. Es genügt also nicht, sich von Ihnen einen Shop einrichten zu lassen, der am Ende womöglich mehr kostet als er bringt. Gruß Richard |
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Hallo Richard,
muss ein reiner Online-Händler einen stationären Laden haben? Ich wüsste nicht, warum. Amazon jedenfalls kommt prima ohne aus. Hallo Herr Altmeyer, der gelb-gründe Katalogversender - nennen wir ihn hier einfach mal Bechtle - führt seine "Direktorganisation" wie ein eigenes Unternehmen. Es steckt hier ein Höchstmaß an Energie darin. Klar, ein stationärer Handel kann einen Online-Shop haben. Das habe ich nie in Abrede gestellt. Worauf es mir ankommt: Er muss ihn nicht haben. Wenn er einen haben will, muss er ihn auch nicht selbst betreiben. Es gibt ja inzwischen Dienstleister, die dies für ihn übernehmen. Allerdings: Auch dies ist immer mit einer Investition verbunden. Ich sagte ja: Wenn Geld keine Rolle spielt, kann man Vieles machen. Bisher haben Sie mich noch nicht von meiner Überzeugung abbringen können: 1. Man kann als stationärer Händler dauerhaft erfolgreich sein, auch ohne dass man einen Online-Shop betreibt. 2. Lieber keinen Online-Shop als einen lieblos und unprofessionell betriebenen. Beste Grüße Damian Sicking |
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Hallo Herr Sicking,
Sie erwähnen ausgerechnet Amazon, der mit seinem reinen Buchversand anscheinend nicht ausgekommen ist und sich mehr und mehr als Plattform und Dienstleister etabliert. Aber Ihre entschiedene Feststellung beruhigt mich irgendwie als reiner Onlinehändler, der sich immer wieder gerne einen echten Shop, so richtig zum anfassen, zulegen würde, aber immer an der Kosten-Nutzen-Rechnung scheitert. Gruß Richard |
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Herr Sicking,
doch und ein klares JA, dass ein regionaler Händler einen Onlineshop betreiben sollte. 1. Kunden bevorzugen als 1. Recherchequelle die Markenwebsite und hier Partner von der Integration mit direkter Verlinkung mit Kaufabsichten partizipieren ! 2. Kunden möchten wissen, wer regional haftbar gemacht werden kann, wenn ich etwas zu reklamieren habe oder Service und Beratung benötige und dies bei Shopverlinkung die Kaufhürde mindert. 3. Die virtuellen Besucher auf den Markenwebsiten stets zum regionalen Partner geführt werden und dies somit NEUKUNDEN für den Partner bedeuten, Bsp: Artikel xy zum Preis von bei Onlinekauf und bei Abholung im Laden in Region 3,4 oder 5 mit Zusatzbonus DVD Collection James Bond Casino Royal.... CrossSelling etc. 4. Das Thema Onlineshop in der Vernetzung Marke und Partner nicht nur auf das reine kaufen von HARDWARE, sondern Vorauswahl, Verfügbarkeit bedeutet, UM überhaupt erst eine GRUND zu haben 1. in den Laden zu gehen und 2. überhaupt zu wissen, dass ich die Marke vor meiner Haustüre auch finde. 5. Mehr und mehr Menschen bei ebay bereits bezahlt haben und bis heute auf Ware warten. 6. Endkunden dadurch mitgeteilt wird, dass dieser regionale Partner auch ein seriöser Partner der Marke ist und der Service direkt kaufen ZU KÖNNEN trotzdem im Vordergrund stehen wird Herr Sicking, ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Sie Ihre Meinung ändern werden. Ich glaube nicht, dass Sie einen kompletten Überblick über die Branche und Ihre Lösungen in der Form haben, dass Sie Ihre Aussage derart halten können. Aber dafür haben wir ja dieses Forum um die Fachpresse in der Sichtweise zu fördern ;-) Ich sehe Sie auf der CeBit am 19.03.2007 - ich stelle Ihnen einen regionalen Partner, sogar Frauen vor, die den ganz großen ein richtig schönes Bein gestellt haben. 19.03.2007 |
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