Dieser Vorfall zeigt deutlich, wie wichtig über die Verfügbarkeit der Infrastruktur hinaus auch die Verfügbarkeit der Daten selbst ist. Die Verfügbarkeit der Daten wird typischer Weise in gängigen Service Level Vereinbarungen nicht wirklich geregelt. Deshalb sollte eine Data-Recovery-Strategie, auch und gerade wenn Unternehmen Daten in die Cloud auslagern Bestandteil jeder Desaster Recovery Planung sein. Denn vor menschlichen und technischen Fehlern ist auch die ausgereifteste Infrastruktur nicht gefeit.
Unsere Datenrettungsspezialisten bei Kroll Ontrack bekommen in letzter Zeit verstärkt Anfragen wegen Datenverlusten in virtualisierten oder Cloud-basierten Infrastrukturen. Unternehmen können nicht davon ausgehen, dass ihre Daten in einer Cloud hundertprozentig sicher sind. Der Teufel steckt wie immer im Detail: Wer auslagern will, sollte die Service-Level-Agreements vorab genau prüfen, nicht nur auf die garantierte Verfügbarkeit, sondern auch darauf, welche Recovery-Maßnahmen für den Fall der Fälle vorgesehen sind.
Wenn es tatsächlich zum Datenverlust kommt, ist eine Datenrettung oft auch aus virtualisierten oder Cloud-basierten Infrastrukturen noch möglich. Wegen der komplexen Strukturen erfordert dies allerdings spezielle Technologien und viel Erfahrung.
Holger Engelland, Manager Data Management | Data Recovery
Kroll Ontrack GmbH
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